Manndecker der RSV-Reserve ist hart im Nehmen / „Keine Lust aufs Krankenhaus“

Schwardt opfert sich auf

Kreiszeitung Syke

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseROTENBURG · Der Riss in der Lippe war rund zwei Zentimeter lang – „und ziemlich tief“, wie Henning Schwardt betonte. Doch statt sich in ärztliche Behandlung zu begeben, spielte der Manndecker des Fußball-Bezirksligisten Rotenburger SV II einfach weiter. „Ich hatte keine Lust, schon wieder ins Krankenhaus zu fahren“, lachte der 32-Jährige gestern, einen Tag nach seiner neuesten Verletzung beim 1:1 gegen den TSV Uesen, schon wieder.

Schwardt ist wirklich hart im Nehmen. Denn eigentlich war Coach Cord Ohlmann noch mittags davon ausgegangen, dass er ohne seinen Leistungsträger planen müsste. „Normalerweise hätte ich sagen müssen, dass ich nicht spielen kann“, meinte auch Schwardt, der seit zwei Wochen nicht beim Training war, weil ihm neben einer Mandelentzündung seit der Partie gegen den TSV Dörverden das lädierte Außenband des rechten Knies ebenso arg zu schaffen macht wie ein abgerissener Zehnagel. „Im Moment kommt in jedem Spiel was dazu“ – so wie jetzt die blutige Lippe, die ihm Uesens „Sechser“ Nils Krüger zugefügt hatte.

Auswechseln war jedoch kein Thema, da mit Mathis Wulff schon der eigentliche etatmäßige Manndecker für die rechte Seite fehlte. „Wir kriechen auf dem Zahnfleisch“, wusste auch Schwardt um die Personalsituation und spielte fortan mit einen „Fetzen im Mund“ weiter, um die Wunde zu stillen. „Aufopferungsvoll“, nannte etwa Thorsten Bruns, zweiter Vorsitzender und bis zum Winter selbst Coach des Teams, den Einsatz. Und er ergänzte: „Henning geht immer mit bestem Beispiel voran – er grätscht, schmeißt sich dazwischen.“

Eben das kämpferische Element ist es auch, das den Betriebsleiter der Lanschaftsbauabteilung eines großen Rotenburger Unternehmens auszeichnet. „Fußballerisch bin ich bestimmt der limitierteste im Team“, übt er sich in Understatement. Weiß aber auch: „Das, was ich den anderen voraushabe, ist meine verbale Stärke, um die Ordnung auf dem Platz zu halten.“ Hinzu kommt seine konsequente Spielweise, durch die der Routinier auch gegen Uesen kaum einen Zweikampf verlor. In der Endphase der Saison kann die RSV-Reserve, die noch um den Klassenerhalt bangt, auf Schwardt denn auch nicht verzichten.

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