Schwardt gelingt Startelf-Comeback nach mehr als zwei Jahren / „Angst, dass ich mich blamiere“

Schatzmeister mit Muskelkater

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Durchschnaufen: Henning Schwardt (r.) überzeugte als Sechser.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Am Tag danach ging’s Henning Schwardt nicht ganz so gut. „Das war kein schönes Aufstehen. Ich hätte den Wecker gerne noch ein paar Mal häufiger ausgemacht“, gestand der von Muskelkater geplagte Helfer in der Not. Der 37-Jährige hatte bei der 0:1-Heimniederlage des Rotenburger SV II gegen den TSV Wallhöfen seinen ersten 90-Minuten-Einsatz seit mehr als zwei Jahren absolviert. Und gezeigt, dass er in der Fußball-Bezirksliga immer noch eine zuverlässige Größe ist.

Drei Mal habe er dieses Jahr bisher trainiert, verriet Schwardt hinterher. Eigentlich hatte sich der zweifache Familienvater aus gesundheitlichen, aber auch zeitlichen Gründen mehr oder weniger verabschiedet. Doch als „Notnagel“ rutschte er Sonntag in die Startelf – und erfuhr davon erst bei der Mannschaftsbesprechung.

„Ich helfe immer gerne – so gehört es sich im Vereinsleben“, sagt der Geschäftsführer eines großen Rotenburger Unternehmens, der seit einigen Wochen auch noch eine andere wichtige Funktion bekleidet – nämlich die des Schatzmeisters beim RSV. „Das mache ich nicht, weil ich Langeweile habe, sondern weil es jemand machen muss“, betont Schwardt und ist auch hier ganz kurzfristig eingesprungen, weil er „am Verein hängt und die Entwicklung momentan sehr positiv ist. Da wäre es doch schade, dass jetzt schleifen zu lassen.“

Ab nächster Saison will er in einem neuzugründenden Altherren-Team des RSV zusammen mit Boris Lange, Michael Wekel, Alexander Bese und einigen S40-Recken spielen. Am Herzen liegt ihm als langjähriger Mitstreiter natürlich auch die zweite Herren. „Ich hatte vor dem Spiel gegen Wallhöfen fast ein bisschen Angst, mich zu blamieren“, gesteht Schwardt, der in dieser Saison bisher nur Ende November für elf Minuten gegen RW Achim ausgeholfen hatte.

Seine Befürchtung war unbegründet. Nach der Anfangsphase („Das Timing fehlte die ersten zehn Minuten noch“) zeigte er einen souveränen Auftritt auf der für ihn ungewohnten Position des Sechsers – unaufgeregt, aber effektiv. Auch von der allgemeinen Hektik ließ sich Schwardt nicht anstecken, sondern wirkte vielmehr beruhigend, half auch mal dem Gegenspieler wieder auf die Beine.

Coach Dariusz Sztorc war begeistert von der Leistung des Routiniers, mit dem er lange Jahre zusammen auf dem Platz gestanden hatte. „Hut ab, Henning hat sich freiwillig bereit erklärt, hält hier so mit und macht ein richtig gutes Spiel“, so der 45-Jährige. Folglich ist es nicht ausgeschlossen, dass Sztorc auch im nächsten Spiel am Samstag gegen den bereits feststehenden Meister FC Verden 04 auf Schwardt setzt. „Ich hoffe, wir sind dann ein paar Leute mehr. Aber für die Bank bleibt es eine Option“, meint Schwardt selbst – und will vorsichtshalber beim heutigen „Training wahrscheinlich aufschlagen“.

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