Schwanewedes Coach von Rotenburgs Auftritt angetan – Aevermann-Team verliert aber mit 21:28

Waldow verteilt Komplimente

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Luka Bruns (l.) versucht hier, an Schwanewedes Vibulan Sivanathan vorbeizuziehen.

Schwanewede - Von Mareike Ludwig. Das Trikot von Luka Bruns war am Ende fast völlig zerrissen, der linke Trikotärmel sogar komplett kaputt. Immer wieder bekam der Linkshänder die harte Gangart zu spüren. Es machte fast den Anschein, als wüsste die zwei Ligen höher spielende HSG Schwanewede/Neuenkirchen kein Rezept gegen den Handball-Landesligisten TuS Rotenburg. Der Außenseiter präsentierte sich im Halbfinale der dritten Runde des HVN-Pokals lange Zeit als ebenbürtiger Gegner. Erst am Ende setzte sich der Gastgeber aus der Oberliga ab und gewann schließlich mit 28:21 (13:10).

„Schwanewedes Verhalten war schon sehr abgebrüht. Die haben sehr viel an unseren Trikots gerissen und uns lange festgehalten. Daran hat sich der Klassenunterschied bemerkbar gemacht, denn das Verhalten fehlt meinen Jungs. Es ist aber nicht meine Art, Handball zu spielen“, zeigte sich Rotenburgs Coach Steffen Aevermann verärgert. Der Trainer war vor allem von der spielerischen Qualität der Gastgeber enttäuscht. „Ich hatte gehofft, dass die uns verzaubern und sich gegen unser Abwehrsystem mit gekonnten Spielzügen etwas einfallen lassen. Der Gegner ist aber gar nicht darauf eingegangen“, so Aevermann, der damit seine offensive 4:2-Deckung ansprach. Die „Schwäne“ taten sich sehr schwer im Torabschluss. Und wenn doch mal ein Akteur durchkam, war Keeper Alexander Meyer meistens zur Stelle.

Zwar lagen die Gastgeber stets leicht in Führung, einen wirklichen Vorsprung spielten sie sich aber nicht heraus. „Rotenburg hat echt super gespielt und uns alles abverlangt. Ich hätte mir schon gewünscht, dass wir die Partie klarer gestalten würden“, musste auch Schwanewedes Neu-Coach Malte Waldow einräumen. Der Trainer hatte vergangene Saison noch beim Landesligsten TV Langen an der Linie gestanden und kannte daher den Wümme-Club bereits. „Ich wusste, was auf uns zukommt. Ich hätte aber nicht gedacht, dass Rotenburg so gut mithält, mein Kompliment.“

Nach dem Seitenwechsel knüpften die Gäste an ihrer guten Leistung an und glichen durch drei Tore in Folge zum 13:13 aus. Luka Bruns sorgte anschließend sogar dafür, dass das Aevermann-Team erstmals vorne lag (36.). Es sollte jedoch die einzige Führung bleiben, da fortan im Angriff nicht mehr viel funktionierte. „In dieser Phase haben wir leider etwas den Faden verloren“, so der Coach. Es dauerte neun Minuten, ehe die Rotenburger das nächste Mal zur Stelle waren (15:19). Damit war die Partie schon fast gelaufen, da Schwanewedes körperliche Überlegenheit deutlich wurde.

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