TuS Bothel steht erneut ohne Coach da / Berufliche Veränderungen

Schumacher erklärt seinen Ausstieg

Sven Schumacher hat erst vor Kurzem das Training in der Corona-Zeit wieder aufgenommen. Nächste Saison coacht er aber nicht mehr den TuS Bothel. 
Foto: Freese
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Sven Schumacher hat erst vor Kurzem das Training in der Corona-Zeit wieder aufgenommen. Nächste Saison coacht er aber nicht mehr den TuS Bothel.

Bothel – Gerade erst eingestiegen, muss Sven Schumacher beim TuS Bothel schon wieder aussteigen: Der A-Lizenz-Inhaber, der den Fußball-Kreisligisten im Dezember übernommen und aufgrund der Corona-Krise nur in einem Punktspiel gecoacht hatte, kann das Team in der nächsten Saison nicht mehr trainieren, wie er jetzt mitgeteilt hat. „Bei mir gibt es berufliche Veränderungen. Stand jetzt, bin ich ab dem 1. Oktober in Bückeburg. Mein Lebensmittelpunkt wird zwar hier bleiben, aber ich bin dann die Woche über weg“, erklärt der 45-jährige Offizier, der von den Sanitätern in Rotenburg zu den Heeresfliegern zurückkehrt.

In Bothel beginnt damit die Suche nach einem Trainer von vorne, nachdem in der abgebrochenen Saison gleich drei Übungsleiter verantwortlich waren – erst Bodo Bosselmann, dann übergangsweise dessen Vorgänger und Spieler Christoph Meinke sowie zuletzt eben Schumacher: „Wir hatten natürlich für längere Zeit mit Sven geplant, er sollte unser Mann für die Zukunft sein“, bedauert Fußball-Obmann Hans-Jürgen Schlifelner den Ausstieg des Brockelers. Zwar hat Schumacher angeboten, das Training bis zum Sommer auch weiter zu übernehmen, doch wird es für ihn bei einem einzigen Pflichtspiel Anfang März, dem 0:0 gegen den TSV Bülstedt/Vorwerk, bleiben. „Ich bin ungeschlagen“, sagt der Coach scherzend. „Leider aber auch sieglos geblieben.“ Gerne hätte er die Mannschaft weiter betreut. „Es ist schade. Es hat wirklich Spaß gemacht, es sind nette Leute drin“, betont der Coach.

Für ihn ist übrigens nicht nur in Bothel Schluss. Als Trainer im DFB-Mädchen-Stützpunkt in Verden-Hönisch steigt er ebenfalls Ende des Monats aus. Vorerst im Amt bleibt er beim JFV Verden/Brunsbrock. Dort habe ihn Holger Behrens, sein Mitstreiter aus dem Trainerteam der U 15 und künftigen U 16, gebeten, weiterzumachen. „Am Wochenende könnte ich das“, sagt Schumacher.

Auch der Spielerrat soll sich Gedanken machen

Das geht im Herrenbereich nicht. Und deshalb benötigt der TuS Bothel möglichst schnell einen neuen Trainer. Eine vereinsinterne Lösung sieht Abteilungsleiter Schlifelner nicht. Ein Comeback von Christoph Meinke als Spielertrainer schließt er aktuell aus: „Er wird ja nicht sein Amt beim Stützpunkt hinschmeißen. Und beides wird er nicht leisten können.“

Also schauen Schlifelner und der Vereinsvorsitzende Jens Heitmann außerhalb. „Vielleicht schielen wir mal in den Verdener Raum rüber. Ich habe aber das Gefühl, dass es heutzutage nicht mehr so viele gibt, die sich diesen Aufwand antun möchten“, glaubt der Fußballobmann. Gleichzeitig ist auch die Mannschaft gefordert, wie er berichtet: „Wir haben dem Spielerrat die Aufgabe gegeben, sich ebenfalls Gedanken zu machen und diese dann an uns heranzutragen.“

Von Matthias Freese

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