Unterstedter kommt von Werder Bremen / „Ich peile die zweite Liga an“

Schulwitz – RSV findet den gesuchten Strafraumstürmer

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Jung, dynamisch, torhungrig: Maximilian Schulwitz.

Rotenburg - Von Matthias FreeseAm Montagabend, so gegen 20.15 Uhr, stand die Unterschrift unter dem Vertrag: Der Unterstedter Maximilian Schulwitz verlässt nach vier Jahren den SV Werder Bremen und verstärkt zur kommenden Saison die Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV. Dort soll der 18-Jährige die wohl größte Lücke der letzten Saison schließen – die im Angriff.

„Ich bin ein klassischer Mittelstürmer“, sagt der selbstbewusste junge Mann über sich selbst. „Aber ich kann auch im 4-4-2-System spielen.“ RSV-Boss Henri Ohlmann freut sich zudem, dass „wir ein Talent, das aus dem Rotenburger Stadtgebiet kommt, für uns gewonnen haben“. Die meiste Zeit seiner Jugend hatte Schulwitz bei der JSG KAWU verbracht, ehe er eine Saison in der C-Jugend des RSV unter Trainer Frank Meyer-Prinz gespielt hatte – als „95er“ im älteren Jahrgang. „Günter Noack hatte ihn mir damals persönlich empfohlen“, erinnert sich Ohlmann noch an den damaligen Tipp des in Unterstedt wohnenden RSV-Ehrenvorsitzenden.

Dass der Weg jetzt zurück an die Wümme führt, war beileibe nicht selbstverständlich, schließlich war Schulwitz im U 18-Regionalliga-Team des SV Werder Stammkraft gewesen. Für die U 19 hatten ihn die Grün-Weißen allerdings nicht vorgesehen und Schulwitz deshalb auch bereits im Februar die Auflösung seines eigentlich noch bis 2014 laufenden Vertrages angeboten – „ohne Begründung“, ärgert er sich heute noch. Ohnehin hatte er in der Zeit festgestellt: „Als U 18-Spieler stehst du bei Werder im Schatten der U 19.“

Was folgte, war eine kleine Tour durch die Republik. Bei der U 19 des MSV Duisburg spielte er auf Vermittlung seines Beraters Benjamin Bertram vor, gleich im Anschluss daran absolvierte er mehrere Trainingseinheiten bei der U 19 und der U 21 von 1860 München, ehe es auch noch zu Carl-Zeiss Jena ging. „Da war der Vertrag bei der U 19 fast schon safe“, erzählt Maximilian Schulwitz. Doch eine Verletzung schreckte die Thüringer offenbar ab. Der durchtrainierte Strafraumstürmer hatte sich im rechten Knie das hintere Kreuzband angerissen.

Da er zudem in Zeven in einem Sportgeschäft eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann absolviert, bot sich der RSV geradezu an. „Hansi Bargfrede wollte mich zwar auch in Heeslingen unterbringen, aber Rotenburg liegt ja vor der Haustür. Primär geht es mir jetzt darum, schnell fit zu werden. Ich hoffe, dass ich zu Saisonanfang bei 100 Prozent bin“, sagt Schulwitz. Die Oberliga traut er sich dabei durchaus zu. „Das Tempo dürfte kein Problem sein, und die körperlichen Voraussetzungen bringe ich auch mit“, stellt er fest. Schließlich soll in dieser Klasse ja nicht Endstation für Maximilian Schulwitz sein. Daraus macht er auch keinen Hehl: „Meine Ziele tendieren nach oben. Ich peile die dritte und mit ein bisschen Glück die zweite Liga an.“

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