Schuldenberg würde um 71000 Euro sinken / Idee von Ex-Präsident Grewe

Stadt plant den Kauf des Umkleidegebäudes vom RSV

+
Vor zehn Jahren vom RSV errichtet, soll das Umkleidegebäude in den Besitz der Stadt übergehen.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Es wäre fast wie ein Sechser im Lotto: Der Rotenburger SV kommt vermutlich bald in den Genuss eines unerwarteten Geldsegens – wenn der Rat der Stadt am Montag dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zustimmt. Es geht um die kurzfristige Übertragung des Umkleidegebäudes auf dem Ahe-Sportgelände gegen eine Zahlung von 71732,82 Euro für erbrachte Eigenleistungen durch den Fußball-Club beim Bau vor rund zehn Jahren. Damit würde der RSV einen Großteil seines Schuldenberges los sein.

Die Idee stammt von Peter Grewe. Der Rotenburger Unternehmer war zu der Zeit, als der Umkleidetrakt gebaut wurde, Präsident des RSV und sprach nun im Auftrag des Vereins bei Bürgermeister Andreas Weber (SPD) vor. „Er und seine Leute haben sehr intensiv zugehört und Bereitschaft signalisiert, uns zu helfen“, berichtet Grewe.

Das Problem des RSV: Der Club baute 2004 und 2005 das Gebäude, dessen Herstellungskosten sich auf 951000 Euro beliefen, übergab nach der Einweihung das Hausrecht an die Stadt und bekam dafür ein Erbbaurecht. Er erhielt aber statt der avisierten 100000 Euro nur einen Zuschuss in Höhe von 25000 Euro vom Kreissportbund. Damit blieb der RSV auf seinen Eigenleistungen in Höhe von fast 72000 Euro sitzen. „Normalerweise hätte die Stadt seinerzeit das Umkleidegebäude in eigener Regie errichten müssen. Der Verein hat mit seinen Eigenleistungen der Stadt erhebliche Kosten gespart. Ich sehe daher eine moralische Verpflichtung der Stadt, dem Verein die nicht ausgeglichenen Eigenleistungen nun noch nachträglich zu honorieren“, erklärt Weber im Beschlussvorschlag.

„Die Abschreibungen stehen ja als Schulden ständig in der Bilanz mit drin“, sagt Henning Schwardt, Schatzmeister des RSV und gleichzeitig Grewes Schwiegersohn. Stimmt der Rat zu, „wären wir nicht mehr im sechsstelligen Bereich“, erläutert Schwardt. Abzüglich der Einnahmen aus dem Benefizspiel gegen Hannover 96 – mit rund 20000 Euro wurde kalkuliert – schätzt der Kassenwart die verbleibenen Verbindlichkeiten auf 40 bis 50000 Euro.

Nicht nur er, sondern auch Peter Grewe glaubt, dass der derzeit ohne Präsident dastehende Verein dadurch in anderer Hinsicht ebenfalls einen Schub erhalten würde. „Der Verein hat einen ersten Vorsitzenden verdient“, sagt der frühere Clubboss. „Mich hat stets geärgert, dass es schwer war, jemanden zu finden, weil es Leute gibt, die immer sagen, dass der RSV finanziell schlecht aufgestellt ist.“ Diese Stimmen sollen nun verstummen, wenn es nach Grewe geht.

Alexander Zverev nun gegen Nadal - Djokovic ausgeschieden

Alexander Zverev nun gegen Nadal - Djokovic ausgeschieden

Werder-Training am Donnerstag

Werder-Training am Donnerstag

Zehn Wohntrends 2017 - aktuelle Hits im Möbelhaus

Zehn Wohntrends 2017 - aktuelle Hits im Möbelhaus

Lawine verschüttet Hotel in Italien - viele Tote

Lawine verschüttet Hotel in Italien - viele Tote

Meistgelesene Artikel

Schmitz angelt sich Fadiga und Kösling und feiert Turniersieg

Schmitz angelt sich Fadiga und Kösling und feiert Turniersieg

Hurricanes am Abgrund - frühe Fouls frustrieren Young

Hurricanes am Abgrund - frühe Fouls frustrieren Young

Trainingsfleiß und Ausnahmespieler machen es aus

Trainingsfleiß und Ausnahmespieler machen es aus

Pokerspiel im Abstiegskampf

Pokerspiel im Abstiegskampf

Kommentare