Zehnter Duathlon des TV Scheeßel verzeichnet mit 341 Startern Rekordbeteiligung / Halatsch wird 13.

Schröter und Champion drehen auf

Schon am Start hatte Max Schröter (Mite) gut lachen: Er sollte seinen Titel verteidigen. - Fotos: Heyne

Scheeßel - Von Ulla Heyne. Mehr als die Hälfte neue Starter und eine schon weit im Vorfeld ausgebuchte zehnte Auflage: Der Beeke-Duathlon zum Saisonauftakt hat sichr längst in Szene herumgesprochen. So durften sich die Organisatoren des TV Scheeßel mit Tina Masuch an der Spitze über ein starkes Feld und einen hochklassigen Wettkampf freuen, was zum Teil auch daran lag, dass die Hamburger Landesliga nach 2014 erneut hier einen „Spieltag“ austrug. Vorjahressieger Max Schröter (Tri Team Hamburg) und die Französin Juliet Champion vom FC St. Pauli setzten sich am Ende durch.

Die zehnte Auflage verzeichnet mit 341 Startern eine Rekordbeteiligung. Doch dank des leichten Anstiegs am Start der Fünf-Kilometer-Laufstrecke am Helvesieker Weg entzerrte sich das Läuferfeld schon früh. Erwartungsgemäß setzte sich Vorjahressieger Max Schröter vom Tri Team Hamburg frühzeitig an die Spitze, dicht gefolgt vom Teamkollegen Philipp Herber. Nach der Laufstrecke hatte Schröter (15:25 Minuten) gerade mal vier Sekunden Vorsprung. „Als ich mich umgeguckt habe und sah, wie knapp das war, hatte ich Bedenken, ob das reichen würde. Andererseits kennt man ja die Stärken und Schwächen seiner Teamkollegen und weiß, wie man sie abhängen kann“, so Schröter.

Ausgerechnet das sollte ihm beim Radfahren jedoch nicht gelingen; im Gegenteil: Trotz einer besseren Leistung auf dem Rad gegenüber dem Vorjahr wurde er auf der 20 Kilometer langen Strecke von Herber und Philipp Fahrenholz (Hannover 96, mit der schnellsten Radzeit) überholt.

Die Entscheidung musste also auf der letzten Laufstrecke von erneut fünf Kilometern fallen. Während Fahrenholz bald zurückfiel, setzte sich Schröter erst auf dem letzten Kilometer an die Spitze. Nur 20 Sekunden später wurde Herber in 1:06:06 Stunden Zweiter. Den Triumph vervollständigte Vereinskamerad Fabian Günther als Dritter.

Weniger gut lief es für den mehrfachen Sieger Frank Reimann (Tri Team Lüneburg): Der Vorjahresdritte kam erst hinter dem vierköpfigen Verfolgerfeld in die Wechselzone. Obwohl Reimann 24 Sekunden früher als im Jahr 2015 ins Ziel kam, reichte es für ihn nur zu Platz sieben. Bester Sportler aus dem Altkreis war Niels Halatsch (TuS Rotenburg) auf Platz 13. In der Altersklasse S 4 (55 bis 59 Jahre) holte sich Detlef Brunkhorst vom TV Scheeßel den dritten Platz. „Eigentlich wollte ich unter 1:25 bleiben“, konstatierte er, nahm die überzähligen 13 Sekunden dann aber humorvoll als gutes Omen: „Genau wie vor einer Woche beim Marathon in Barcelona mit 3:30:13!“

Weitere gute Platzierungen erreichten die Scheeßeler Matthias Berulla und Michael Meyer sowie die Rotenburger Daniel Rundholz, Stefan Wilkens und Peter Rohde.

Trotz Rang sechs nach dem Radfahren entspannt: Juliet Champion wusste, dass sie im Laufen das Feld von hinten aufrollen würde.

Ein unbeschriebenes Blatt war der Wettbewerb bei den Damen, war doch keine der bisherigen Siegerinnen am Start. Auch hier von einem Start-Ziel-Sieg keine Spur: Mit einer guten Zeit von 18:16 Minuten kam die erst im November zum FC St. Pauli gestoßene Juliet Champion in die Wechselzone, musste auf dem Rad allerdings gleich fünf Konkurrentinnen an sich vorbeiziehen lassen. Das schien die aus Frankreich zugezogene Leichtathletin, die das Rennen als Vorbereitung für den Hamburg-Marathon nahm, jedoch kaum aus der Ruhe zu bringen. Mit leichtem Laufstil holte sie die 3:16 Minuten auf die Führende auf und ging mit einer Gesamtzeit von 1:22:02 Stunden ins Ziel. „Für meinen ersten Wettkampf nach sechs Jahren Babypause gar nicht so schlecht“, gab sich das Lauftalent zufrieden.

Platz zwei und drei machte das Triathlon Team Lüneburg unter sich aus: Hinter Lena Eileen Schlag kam Beeke Kriech ins Ziel. Alexandra Abele (TuS Rotenburg) verpasste den vierten Platz in ihrer Altersklasse. Nachdem sie in Laufschuhen aufs Rad gestiegen war, wurde sie von Wadenkrämpfen geplagt: „Danach wollte ich nur noch ins Ziel kommen – und noch nie habe ich mich so aufs Laufen gefreut“, gestand sie.

Das könnte Sie auch interessieren

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Werder-Ankunft in Köln

Werder-Ankunft in Köln

Meistgelesene Artikel

30:26 im Pokal – aber Badenhop muss büßen

30:26 im Pokal – aber Badenhop muss büßen

Potratz Matchwinner für Rotenburger SV gegen VfL Westercelle

Potratz Matchwinner für Rotenburger SV gegen VfL Westercelle

Die Zwillingsbrüder Mirko und Patrick Peter im Interview

Die Zwillingsbrüder Mirko und Patrick Peter im Interview

Barnstorf/Diepholz setzt auf Legionäre, Rotenburg auf Eigengewächse

Barnstorf/Diepholz setzt auf Legionäre, Rotenburg auf Eigengewächse

Kommentare