Rotenburger im Finale der Einerverfolgung

Jasper Schröder packt in Kairo auch noch WM-Silber ein

Volle Konzentration: Unmittelbar vor dem Finale nimmt Jasper Schröder letzte Instruktionen entgegen.
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Volle Konzentration: Unmittelbar vor dem Finale nimmt Jasper Schröder letzte Instruktionen entgegen.

Was für ein Auftritt! Der Rotenburger Jasper Schröder hat sich nach dem Titel des Mannschaftsweltmeisters auch noch Silber in der Einerverfolgung bei der Bahnrad-WM der Junioren in Kairo geholt.

Rotenburg – Am Tag nach dem großen Triumph, dem Gewinn des Weltmeistertitels in der Mannschaftsverfolgung, hat der Rotenburger Jasper Schröder bei der Bahnrad-WM in Kairo noch einen rausgehauen! Und was für einen! Der 16-Jährige donnerte am Freitag zu seiner zweiten WM-Medaille und unterlag im Finale der Einerverfolgung über die Distanz von 3 000 Metern dem Italiener Samuele Bonetto.

Schröder benötigte 3:15,686 Minuten für die zwölf Runden, der neue Weltmeister überquerte die Ziellinie nach 3:12,351 Minuten. „Ich habe nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen!“, äußerte sich der Rotenburger aber unmittelbar danach alles andere als enttäuscht.

Mit einem starken Auftritt qualifizierte sich Jasper Schröder im Velodrom von Kairo für das Finale in der Einerverfolgung. Dort war der Italiener Samuele Bonetto dann jedoch schneller.

Schon in der Qualifikation sendete Schröder ein sportliches Statement an die Konkurrenz: Im vorletzten Lauf legte er die beste Zeit aller 33 Fahrer hin – 3:14,805 Minuten. Damit erreichte er einen Stundenschnitt von 55,44 Kilometern. Den Algerier Salah Eddine Ayoubi Cherki überholte er dabei sogar nach der Hälfte des Rennens. Im Finale vermochte Schröder das Tempo des Italieners, der noch eine Schippe drauflegte, nicht ganz mitzugehen.

In den Sozialen Medien hatten sich bereits nach dem Mannschafts-Titel die Glückwünsche zu virtuellen Bergen gehäuft. „Krasse Leistung“, „Unbelievable Boys“ „Glückwunsch, du Panzer“ – das waren einige Jubelarien, die in Schröders Instagram-Story nachzulesen waren. Der Radsportverband Niedersachsen konnte sich in seinem Facebook-Post kaum bremsen. Ihm entglitten quasi die Buchstaben: „Jaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!!! Weltmeister!!!!!!!!“, schrieb er jubelnd.

 „Jaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!!! Weltmeister!!!!!!!!“

Facebook-Post des Radsportverbandes Niedersachsen

Der Kontakt zur Familie in diesen aufregenden Tagen im Land der Pyramiden – er war jedoch nicht so einfach. „Das lief alles nur über WhatsApp“, erzählte Vater Bernd Schröder von den Stunden nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft mit dem Bahn-Vierer. „Durch den Erfolg herrschte da doch ein bisschen Trubel.“ Während Mutter und Bruder daheim in Rotenburg weilten, verfolgte Bernd Schröder die Erfolge seines Sohnes von der Schweiz aus – dort nimmt er diese Woche an einem Radmarathon teil. „Über drei Pässe, 120 Kilometer.“ Der vorhandene Link zum YouTube-Kanal, der die Rennen aus dem Velodrom von Kairo übertrug, funktionierte am Donnerstag ärgerlicherweise nicht. So ließ sich der Vater von dem in Kairo anwesenden Fotografen Frank Mölders auf dem Laufenden halten. Am Freitag lief der Stream über den ägyptischen Sender OnTime Sports. „Wahnsinn! Das ist unglaublich“, kam Bernd Schröder nach dem Finaleinzug kaum aus dem Staunen heraus.

Glücklich, nicht enttäuscht: Jasper Schröder bei der Siegerehrung in Kairo.

Zeit zum Ausspannen, einfach mal die vielstrapazierten Beine hochlegen nach dieser Erfolgsgeschichte in Ägypten? Nicht möglich für Jasper Schröder. Samstag fliegt er von Kairo nach Berlin zurück. Aber nicht, um auf direktem Weg nach Rotenburg weiterzufahren, sondern um am Sonntag mit dem Team des Landesverbandes Niedersachsen in Genthien in Sachsen-Anhalt beim Spee-Cup anzutreten. Dabei handelt es sich nicht nur um ein Wertungsrennen der Junioren-Bundesliga, sondern auch um die Deutsche Meisterschaft im Mannschaftszeitfahren. Von da aus geht es weiter nach Hannover. „Und von dort nehme ich ihn am Montag auf meinem Rückweg aus der Schweiz mit“, erklärt Bernd Schröder den Zeitplan. Ein paar Stunden zu Hause, dann soll es abends auch bereits zurück nach Hannover gehen, denn dort startet am nächsten Morgen der erste Tag am Elite-Sportinternat, wo der 16-jährige Welt- und Vize-Weltmeister zusammen mit seinen Teamkollegen des RC Langenhagen, dem Buchholzer Tom Köbernik, Neuland betritt.

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