Stemmen rauscht unaufhaltsam zum Titel / „Ab und zu mal ein bisschen Lack“

Schreibers gelb-schwarzer ICE soll noch flotter werden

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Freude pur: Hannes Bellmann (r.) herzt Marcel Könemann.

Stemmen - Von Matthias Freese. Das haben sie jetzt davon! Nach dem vollzogenen Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga droht den Fußballern des TV Stemmen eine intensive nächste Saison mit erhöhtem Trainingsumfang. Erfolgscoach Heiko Schreiber plant eine dritte Übungseinheit für den frischgebackenen und vorzeitigen Kreisliga-Meister. „Das müssen wir machen. Das A und O ist die Puste – spielerisch brauchen wir uns nicht zu verstecken“, glaubt der 44-Jährige.

Auf den Arm genommen: Manager Claus Gerken trägt Goalgetter Martin Illinger.

Einen langen Atem hatten seine Jungs aber auch schon in dieser Saison. Am elften Spieltag lagen sie als Tabellenneunter noch abgeschlagen mit zehn Punkten hinter der Spitze, am 18. Spieltag waren es immer noch neun Zähler. Dann rauschten die Gelb-Schwarzen im ICE-Tempo heran, übernahmen fünf Partien später die Tabellenführung und gaben sie nicht mehr ab! „Ganz wichtig ist der Zusammenhalt“, betont Schreiber und lacht: „Ab und zu kriegen die Jungs mal ein bisschen Lack von mir und sind dann etwas weinerlich, aber das ist schnell vergessen.“

Die Aufholjagd, die mit dem 3:0-Sieg beim monatelangen Tabellenführer TSV Bülstedt/Vorwerk so richtig Fahrt aufnahm, hat viele Gründe. Zwei davon: Kapitän Nils-Ole Beckmann spielte in der Abwehr seine vielleicht beste Saison, während Neuzugang Martin Illinger ein Volltreffer war und trotz mancher Verletzungspause 17 Mal traf. „Dafür ist er da“, kommentierte Manager Claus Gerken das Siegtor des Ex-Fintelers zum Titel bringenden 2:1 beim SV Hamersen.

Dank an die treuen Fans: Der gelb-schwarze Stemmer Express rauscht ohne Stopp vorbei.

Doch auch andere Leistungsträger stellten sich in den Dienst der Mannschaft. Schreiber denkt an Keeper Timo Jeschke, an Hannes Bellmann, Douglas Grun, Steffen Brunckhorst und „Kilometerfresser“ Simon Erdmann, nennt aber auch Nils Heitmann, der aus der 2. Kreisklasse vom Vahlder SV kam und sich ganz unaufgeregt einen Stammplatz erarbeitete. „Wichtig war auch, dass Stefan Ehrke im richtigen Moment zurückgekommen ist“, sagt Schreiber über seinen Abwehrmann, der den Großteil der Saison in Neuseeland weilte.

Ja, und selbst die Trainingsbeteiligung – früher das belächelte Manko in Stemmen – „ist im Moment richtig gut“, hat Schreiber beobachtet. Und das liegt nicht daran, dass die Freitagseinheit zusammen mit den Landesliga-Frauen bestritten wird …

Was sich jedoch ändern soll, ist das etwas antiquierte System mit Libero. „Dreierkette“ nennt es Schreiber zwar, möchte aber auf einen Viererriegel umstellen. „Wir müssen sehen, dass wir für die Verteidigung was kriegen“, weiß der Coach und würde sich freuen, wenn Lars Hamelmann, einst bei der JSG Fintau aktiv, aus der U 18 des TSV Ottersberg kommen würde.

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