„Gibt mehrere Namen“

Schmitz-Nachfolger – die Suche hat längst begonnen

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Sie kennen und schätzen sich – doch ob André Koopmann (r.) auch als sportlicher Leiter zum RSV zurückkehrt und Trainer Tim Ebersbach (2.v.r.) sowie Co-Trainer Olaf Mattner unterstützt? 

Rotenburg - Von Matthias Freese. Zum persönlichen Abschiedstreffen kam es nicht mehr. „Wir haben das per Telefon gemacht“, verrät Peter Grewe. Der plötzliche Wechsel des sportlichen Leiters Andre Schmitz zum klassenhöheren Fußball-Oberligisten TB Uphusen hatte den Präsidenten des Rotenburger SV am Sonntag trotz der schon länger kursierenden Gerüchte recht unvorbereitet getroffen. „Das ist etwas unglücklich gelaufen“, findet Grewe. Die Suche nach einem Nachfolger hat beim Landesligisten indes längst begonnen. „Aber die Entscheidung wird mit Sicherheit nicht so schnell fallen“, betont der Vereinsboss.

Eile haben sie also keine beim RSV. Einen Termin, an dem über den Schmitz-Nachfolger gesprochen werden soll, gibt es aber bereits. Mitte nächster Woche kommen Vorstand und Trainer Tim Ebersbach zusammen. „Wir wollen zunächst ein Anforderungsprofil erstellen, das hatten wir bei Andre Schmitz ja nie richtig definiert“, erklärt Grewe, berichtet aber auch von „mehreren Namen“, die bereits auf der Liste stehen. „Es haben sich auch schon welche von sich aus gemeldet. Der RSV hat also eine gewisse Attraktivität.“

Auch Leschnik und Hildebrandt im „Topf“

Der vielleicht naheliegendste Name wäre André Koopmann, der selbst schon in Rotenburg gespielt hat und vor anderthalb Jahren fast Trainer an der Wümme geworden wäre. Das Problem: Koopmann ist beim Liga-Schlusslicht TSV Etelsen nicht nur fest verwurzelt, sondern dort sportlicher Leiter. Es dürfte also kaum machbar sein, den ehemaligen Stürmer vom Schlosspark per sofort wegzubekommen. „Im Moment kann ich mir das gar nicht vorstellen, ich bin komplett auf Etelsen fokussiert. Und in der Saison würde ich so etwas auch definitiv niemals machen“, sagt Koopmann selbst.

Die ersten Gespräche mit den Spielern hinsichtlich der nächsten Saison soll laut Grewe ohnehin Trainer Tim Ebersbach führen. Und der möchte dafür schon das Trainingslager in Malente Anfang Februar nutzen. „Wir stehen jetzt nicht unter Zugzwang, es brennt nicht akut“, meint auch Ebersbach in Bezug auf die Neubesetzung der vakanten Stelle. Heißt: Der RSV könnte dem neuen Mann terminlich entgegenkommen.

Krieg-Hasch im Fokus

Klar scheint jedenfalls zu sein, dass der RSV keinen erneuten Anlauf bei Jesco Rohde (Ex-Trainer des Bezirksligisten Germania Walsrode) unternehmen wird, nachdem dieser im November 2016 nach einer Fast-Zusage abgesagt hatte. Ein heißer Kandidat ist vielmehr der in Oyten wohnende Torsten Krieg-Hasch. Der Polizeibeamte war bis zum Sommer Trainer beim Bezirksligisten MTV Riede gewesen, hatte dort aber aus zeitlichen Gründen aufgehört. Und auch der frühere Oberliga-Torhüter Florian Leschnik – bereits beim Brinkumer SV, BW Bornreihe und dem FC Hagen/Uthlede als Trainer tätig – soll bereits im Sommer sein (angeblich weiterhin bestehendes) Interesse bekundet haben. Der ehemalige RSV-Coach Benjamin Duray, dem Verein immer noch eng verbunden, ist derzeit ebenfalls ohne Engagement.

Ein weiterer Name im „Kandidaten-Quiz“ ist der von Lars Hildebrandt, der einst für den RSV gespielt hat. Selbst eine interne Lösung soll diskutiert worden sein, immerhin hat Mittelfeldspieler Tobias Kirschke eine Vereinsmanager-Ausbildung absolviert. Allerdings ist der 28-Jährige weiter fest als Spieler eingeplant und damit eher eine Lösung für spätere Zeiten.

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