TV Stemmen kassiert zum Bezirksliga-Auftakt bittere 1:4-Niederlage gegen TuSG Ritterhude

Schmidt nach Debüt sprachlos

Spielgestalter Douglas Grun (am Ball) war noch einer der Besten beim TV Stemmen. Aber auch die Nummer zehn konnte die 1:4-Niederlage zum Bezirksliga-Start gegen die TuSG Ritterhude nicht verhindern. - Foto: Woelki

Stemmen - Von Julian Diekmann. Vergangene Saison gehörte der TV Stemmen noch zu den stärksten Heimmannschaften der Fußball-Bezirksliga. Dass man sich aber nicht auf Statistiken ausruhen kann, hat Uwe Schmidt jetzt hautnah zu spüren bekommen. So kassierte der neue Mann im Trainerteam der Gelb-Schwarzen zum Bezirksliga-Auftakt eine deutliche Heim-Niederlage. Gegen die TuSG Ritterhude setzte es für Stemmen gleich eine 1:4 (0:2)-Packung.

Reden wollte Schmidt unmittelbar nach dem Abpfiff nicht, er zog sich lieber wortlos und enttäuscht in die Kabine zurück. Dafür sprach sein Trainerkollege Heiko Schreiber: „Am Ende müssen wir uns eingestehen, dass die Niederlage in Ordnung geht. Wir haben zurzeit einfach zu viele personelle Probleme. Zudem liegt uns Ritterhude nicht. Wir haben schon vergangene Saison beide Spiele gegen sie verloren.“

Dass Stemmen personell am Stock geht, belegte auch, dass die Trainer in den gesamten 90 Minuten keine einzige Auswechslung vornahmen. Doch das machte sich in der Anfangsphase der Partie wenig bemerkbar. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch mit guten Chancen auf beiden Seiten. Die erste Möglichkeit hatten die Gäste. Ein Fernschuss des stets agilen Marcel Meyer traf allerdings nur die Latte (4.). Auf der Gegenseite hatte Martin Illinger die Stemmer Führung auf dem Fuß, doch sein Schuss aus 20 Metern verfehlte das Tor knapp (5.), und Hannes Bellmanns Kunstschuss aus spitzem Winkel landete nur auf der Latte (7.). Nach dem rassigen Beginn bekam Ritterhude aber Oberwasser und dominierte die Partie. Das zahlte sich in der 26. Minute aus, als Meyer einen Kopfball aus kurzer Distanz in den Maschen des Stemmer Tores unterbrachte. Stemmen stand danach völlig unter Schock und hatte den Rückstand kaum verdaut, da hieß es auch schon 0:2. Die Gastgeber schafften es einfach nicht, den Ball aus dem eigenen Strafraum zu klären, sodass sich Gregory-Francis Fock ein Herz nahm und aus gut zehn Metern eiskalt einschoss (29.). „Wir hätten uns aber auch nicht beschweren dürfen, wenn wir nach der ersten Halbzeit höher zurückgelegen hätten“, ärgerte sich Schreiber.

Dafür kam Stemmen in Hälfte zwei besser ins Spiel und erzielte in der 64. Minute den Anschlusstreffer. Douglas Grun hatte einen Freistoß aus rund 18 Metern mustergültig verwandelt. Zuvor wurde Illinger von Meyer gefoult – dieser hätte als letzter Mann die Rote Karte sehen müssen, doch Schiedsrichterin Kim-Jasmin Meineke (TSV Brunsbrock) beließ es bei Gelb – eine Fehlentscheidung. „In den letzten Spielminuten haben wir dann aufgemacht und sind ins offene Messer gelaufen“, erklärte Schreiber. Erst traf Meyer nach einem Konter aus kurzer Distanz zum 3:1 (89.) und in der ersten Minute der Nachspielzeit besorgte Niklas Kutz den 4:1-Endstand.

„Wir im kommenden Spiel beim TSV Bassen wieder mehr als Mannschaft auftreten. Gegen Ritterhude war das noch nicht der Fall“, mahnte Schreiber, während Schmidt noch resigniert in der Kabine saß.

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