Bothels Abwehrchef mit zwei Stichen genäht – 2:2 gegen RSV-Reserve

Schmerzhaftes Derby für Beyer

Und wieder einen Angriff des Rotenburger SV II unterbunden: Bothels Kapitän Torsten Hoops (r.) klärt vor Gäste-Angreifer Fynn Schnabel, der kurz danach noch am Pfosten scheiterte. - Fotos: Freese

Bothel - Die Serien haben gehalten: Nach dem Nachholspiel in der Fußball-Bezirksliga sind sowohl der gastgebende TuS Bothel als auch der Rotenburger SV II seit nunmehr vier Spielen ungeschlagen. Das Derby endete mit einem 2:2 (1:1). Am schmerzhaftesten war es wohl für Bothels Abwehrchef Sven Beyer, der eine Platzwunde unter dem rechten Auge erlitt und mit zwei Stichen genäht wurde. Kurz nach dem Abpfiff war er zurück auf dem Sportplatz.

„Es war von beiden Mannschaften eine intensiv geführte Begegnung. Das spielerische Niveau war aber nicht gut“, fand Bothels Coach Peter Ullrich treffend. Während er auf seine Stürmer Cedric Ahrens und Sebastian Wichern verzichten musste, reiste Rotenburgs Reserve ohne Patrick Werna und Tobias Delventhal, dafür aber mit Christoph Drewes und Fynn Schnabel aus der Ersten an. „Ich möchte nicht hadern, für mich ist das Remis in Ordnung“, stellte RSV-Coach Dariusz Sztorc fest.

Das Beste an der Anfangsphase war ohne Frage das Farbenspiel am Botheler Abendhimmel. Die Partie kam erst nach einer Viertelstunde allmählich in Fahrt – und zwar, nachdem Rotenburgs Keeper Sebastian Lauridsen einen klasse Freistoß von Christoph Meinke gekonnt parierte (16.). Zwei Minuten später war der Schlussmann allerdings machtlos, denn einen Stellungsfehler nutzte Meinke zum Zuspiel auf den frei stehenden Gianfranco Cusimano – 1:0.

Das war es für Bothels Sven Beyer (l.) – Platzwunde.

Rotenburgs Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Mit der ersten echten Chance glich Andrej Edel nach einem feinen Solo durch Sven Beyer und Torsten Hoops hindurch aus (24.). Kurz darauf hätte Schnabel eigentlich die feine Vorarbeit und den uneigennützigen Pass von Edel „veredeln“ müssen – er traf unbedrängt aber nur den Pfosten (27.). „Den Ball muss Andrej gar nicht mehr rüberschieben“, wusste Sztorc. Doch auch Bothel hätte mit einer Führung in die Pause gehen können, Julian Prinz scheiterte am kurzen Pfosten an Lauridsen. Vorausgegangen war ein Luftduell zwischen Rotenburgs Drewes, der lautstark dirigierenden Landesliga-Leihgabe, und Bothels Sven Beyer, der sich dabei eine Platzwunde zugezogen hatte und ausschied.

Turbulent startete Hälfte zwei – nämlich mit der RSV-Führung nach Ecke von Kay Slominski, die Thies Lünzmann verwertete (47.). Eine Kopfballkerze von Drewes nutzte in der 59. Minute Tim Beyer, um für seine Botheler zu egalisieren. Als dann Meinke bereits Lauridsen überwunden hatte und der Ball Richtung Linie rollte, hatten die Gastgeber den Jubelschrei schon auf den Lippen – Christopher Kiel grätschte ihnen jedoch dazwischen (76.). „In der Schlussphase waren wir näher am Sieg dran“, verwies Sztorc auf das nicht anerkannte Tor von Waldemar Ott, weil Referee Nico Schreuder (SV Baden) ein Foul an Slominski gepfiffen hatte (88.). Peter Ullrich bemerkte indes: „Rotenburg hat bei den Toren klar von unseren Fehlern profitiert.“ Das wiederum galt aber auch umgekehrt, Insofern blieb das Highlight des Abends eben doch der rote Himmel.

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