Hurricanes gewinnen Auswärtsspiel in eigener Halle mit 72:65

Schmerzhafter Sieg für Reinhard

Schmerzhaft, aber erfolgreich endete für Tom Reinhard (rechts) die Saison. Foto: Freese

Scheeßel – Mit einer Kuriosität und einem Erfolg endete die Saison für die Oberliga-Basketballer der Avides Hurricanes: Die Auswärtspartie bei den Weser Baskets/Bremen 1860 wurde kurzfristig in die Scheeßeler Eichenschulhalle verlegt. Und dort verteidigte das Team von Coach Sebastian Roy mit einem 72:65 (60:60/34:28)-Sieg nach Verlängerung den vierten Tabellenplatz. Einzig für Tom Reinhard war es ein schmerzhaftes Spiel – in der Overtime erwischte es ihn im Gesicht, als mehrere Spieler am Boden um den Ball kämpften (42.). „Höchstwahrscheinlich ist die Nase gebrochen“, berichtete Roy.

Erst am Morgen fiel die Entscheidung, das Spiel in Scheeßel auszutragen. Grund: „Die Weser Baskets haben mich angerufen und mitgeteilt, dass bei ihnen die Korbanlage defekt sei.“ Die mobile Anlage soll am Abend zuvor beim Abbau falsch zusammengeklappt worden und so kurzfristig nicht mehr reparabel gewesen sein. Und die Ersatzhalle „hat einen Wasserschaden“, wusste Roy. Die Bremer hätten vermutlich eine Wertung bekommen – doch die Hurricanes boten an, in der freien Halle in Scheeßel zu spielen. „Als Kampfgericht sprangen zwei unserer U 16 Spieler ein, ein Kampfrichter wurde von den Baskets mitgebracht. Wir standen auf unserer Anzeigetafel auf der Gäste-Seite, was natürlich ein bisschen ungewohnt war“, erzählte Roy.

Vor 40 Zuschauern trat die Bremer Regionalliga-Reserve mit dem Kader an, der in der Vorwoche bereits den Titelfavoriten SC Langenhagen II geschlagen hatte. So stand auch der ehemalige Hurricanes-Akteur Jan-Malte Bonfils auf dem Feld. „Zwar konnten wir Jan-Malte wie bereits im Hinspiel auf sechs Punkte halten, doch das Zusammenspiel der Baskets nicht immer stoppen“, bemerkte Roy.

Im ersten Viertel (18:18) hielten Robert Wohlberg und Hauke Sievers mit jeweils acht Punkten die Hurricanes im Spiel. Durch einen Steal von Rudolf Reder in den letzten fünf Sekunden und dem durch ihn verwandelten Korbleger gelang die 34:28-Führung zur Halbzeit.

„Im dritten Viertel haben die Baskets den Druck in der Verteidigung erhöht und eine Halbfeld-Zonenpresse gespielt, doch wir haben zunächst gut gegengehalten“, erklärte Roy. Hauke Sievers erzielte so auch in der 25. Minute das 44:32. Danach folgte aber einen 12:3-Lauf der Bremer – nur durch einen Dreier von Malte Sievers unterbrochen. Zu einem offenen Schlagabtausch mit vielen wilden Aktionen und Fouls auf beiden Seiten entwickelte sich der letzte Durchgang. Hauke Sievers glich per Freiwurf 20 Sekunden vor dem Ende zum 60:60 aus.

„In den fünf Extraminuten haben wir eine sehr gute Teamverteidigung gezeigt“, betonte der Hurricanes-Coach. Sein Team ließ sich auch durch das Aus von Tom Reinhard nicht aus der Bahn werfen. Die Hansestädter erzielten erst in der 44. Minute ihre ersten Punkte, während Hauke Sievers, Malte Sievers und Wohlberg bereits acht Punkte beigesteuert hatten. Ein Vorsprung, der nicht mehr aufzuholen war – auch nicht durch fünf schnelle Punkte, denn Wohlberg behielt die Nerven an der Freiwurflinie und Malte Sievers erzielte nach einem Steal seines Bruders die letzten Punkte der Saison.

„Das war natürlich ein schöner Saisonabschluss, in der Verlängerung gegen die starke Mannschaft aus Bremen zu gewinnen. Und dann noch einmal vor eigenen Fans. Wir haben vor allem in der Crunchtime gut zusammengespielt und die richtigen Entscheidungen getroffen. Die konzentrierte Verteidigung in der Verlängerung hat den Unterschied gemacht“, resümierte Roy.

BG ‘89 Hurricanes: H. Sievers (27), Wohlberg (17), M. Sievers (9), Rathjen (7), Birk (6), Reinhard (4), Reder (2), Fröhlich, Cordes.  maf

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