LIEBLINGSSTRECKE Reeßumer Ausdauerathlet läuft quer durch Sottrums Natur

Schlusnus fasziniert die Anstrengung

Idylle pur: Unweit der Raststätte Grundbergsee führt der Rundkurs an einem See vorbei. Diesen Ort mag Max Schlusnus besonders gerne.
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Idylle pur: Unweit der Raststätte Grundbergsee führt der Rundkurs an einem See vorbei. Diesen Ort mag Max Schlusnus besonders gerne.

Sottrum – Max Schlusnus scheut keiner Witterung. Ob Regen und Wind, Kälte und Frost oder aber Sonne und Hitze – der Langstreckenläufer ist regelmäßig auf seiner Lieblingsstrecke zu finden. Einmal pro Woche versucht er, die 22 Kilometer lange Runde quer durch die Sottrumer Natur zu absolvieren. „Ich laufe immer. Egal, wie das Wetter ist. Nur bei Gewitter gehe ich nicht raus. In letzter Zeit habe ich es aber leider nicht ganz so häufig geschafft, da ich zeitlich sehr eingespannt bin. Das kommt aber auf jeden Fall wieder“, meint der 30-Jährige.

Durch die anhaltende Corona-Krise spult der ehrgeizige Reeßumer sein Laufpromm nicht ganz so konsequent ab, da er auf keine Wettkämpfe hin trainieren kann. „Ich hätte sonst bestimmt mehr gemacht. Ich finde es natürlich immer noch schade, dass keine Wettkämpfe stattfinden, kann es aber verstehen. Mich hat es ehrlich gesagt auch gar nicht so sehr beeinträchtigt, da ich im Sommer Vater geworden bin“, erzählt Schlusnus stolz.

Wenn der ehemalige Handball-Torwart des TV Sottrum doch mal wieder seine Laufschuhe schnürt, startet er vor seiner Haustür in Reeßum und läuft durch die Felder nach Stuckenborstel. Von dort geht es für ihn weiter in Richtung Everinghausen, wo dann schon sein erster Lieblingsort auf ihn wartet. „Das Stück an dem See vorbei kurz vor der Raststätte Grundbergsee ist einfach schön“, findet Schlusnus. Zeit zum Ausruhen gönnt er sich dort aber nicht. Es geht für ihn direkt weiter durch den Wald in das Naturschutzgebiet Voßberge an den Dünen entlang. „Dieser Abschnitt ist meiner Meinung nach einer der schönsten Punkte auf der gesamten Strecke. Es ist einfach toll, durch die Natur zu laufen. Vor allem mag ich es im Wald. Dort kann ich richtig abschalten und mich treiben lassen“, beschreibt er seine Eindrücke.

Normalerweise legt Schlusnus jeden Kilometer in rund fünf Minuten zurück. Einige Passagen nutzt er aber auch, um mal richtig Tempo zu machen. „Im Wald drücke ich schon mal aufs Gas. Gerne streue ich dann schnellere Kilometer mit ein. Es kommt immer darauf an, wie ich Lust habe oder ob ich in Begleitung bin. Ansonsten wähle ich meine Durchschnittsgeschwindigkeit für mich aber eher locker“, so der studierte Prüfingenieur.

Obwohl der 30-Jährige hauptsächlich alleine unterwegs ist, hat Schlusnus keine Motivationsprobleme. Im Gegenteil: „Für mich sind lange Läufe einfach schön. Zum einen kann ich meinen Gedanken freien Lauf lassen. Zum anderen sind lange Läufe anstrengend für den Körper, aber auch manchmal für den Kopf. Für mich ist es immer wieder faszinierend, was der Körper leisten kann“, erklärt der Ausdauerathlet.

Im Fährhof angekommen, führt die Route fast bis zum dortigen Gasthaus. Danach geht es ein Stück durch den Wald, weiter über die Felder in Richtung Sottrumer Bahnhof. Über die Treppenbrücke überquert Schlusnus die Bahnschienen. „Die Brücke ist für mich ebenfalls ein toller Punkt. Die vielen Stufen möglichst schnell hoch- und wieder herunterzulaufen, ist irgendwie schon besonders“, findet Schlusnus.

Von dort läuft er anschließend über die Bahnhofstraße in Sottrum an „Fischers Bauerndiele“ vorbei zurück in Richtung Autobahn. Über ein paar Feldwege ist er schließlich nach 22 Kilometern zurück in Reeßum. „Im Grunde ist die Strecke einfach zu laufen. Vorausgesetzt, die Länge ist kein Problem. Im Wald gibt es allerdings ein paar anspruchsvollere Wege über Wurzeln. Ansonsten führt der Weg über jeden Untergrund, den wir hier in der Gegend zu bieten haben“, fasst der Athlet seine Route zusammen.

Von Mareike Ludwig

Unebene Wege gehören dazu: Im Wald geht es für Max Schlusnus auch mal über Baumwurzeln hinweg.
Ungewöhnliches Hindernis: Die Treppenbrücke am Sottrumer Bahnhof muss überquert werden.
Abwechslungsreich: Es geht auch durchs Naturschutzgebiet Voßberge.
Startklar: Max Schlusnus läuft regelmäßig seine 22-Kilometer-Runde.

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