Keeper des TuS Rotenburg agiert unspektakulär, aber effektiv / Fast ein Jahr pausiert / „Aufstieg reizt“

Schlifelner ist kein Hampelmann

Kreiszeitung Syke

Kreis-Rotenburg - Von Matthias Freese ROTENBURG · Mitte Februar wird Rainer Schlifelner 37 Jahre alt. Doch für den TuS Rotenburg ist der Torwart-Routinier und dienstälteste Akteur des Teams noch längst kein Auslaufmodell, sondern immer noch eine Bank. „Er hat wieder seine alte Form“, lobte auch Coach Götz Siegmeyer, nachdem Schlifelner im Wümme-Derby der Handball-Kreisoberliga gegen den TSV Ottersberg gerade einmal 15 Tore in 60 Einsatzminuten kassiert hatte.

Da mit Alexander Meyer der zweite Keeper verhindert war, wurde die Partie gegen Ottersberg (33:15) für Schlifelner zum Fulltime-Job. „Das war schon anstrengend. Ich schwitze ja nicht umsonst“, meinte er nach der Partie, in der er etliche gute Chancen vereitelt und auch zwei Siebenmeter pariert hatte. Von den 15 Gegentoren fielen übrigens fünf per Strafwurf. „Zehn Tore aus dem Feld – die dürfen sie auch machen“, fand Schlifelner und ergänzte: „Ich bin sonst ja immer ein bisschen selbstkritisch, aber ich glaube, dieses Mal habe ich gehalten, was zu halten war. Wobei unsere Abwehr auch richtig gut stand.“

Dabei war es gar nicht selbstverständlich, dass der in Zeven tätige Verfahrensmechaniker überhaupt wieder im Tor des Kreisoberligisten stehen würde. Im November 2008 hatte sich Schlifelner in der Partie gegen den SC Weyhe einen Kreuzbandriss zugezogen. Fast ein Jahr lang musste der Keeper aussetzen, im Oktober 2009 saß er dann erstmals wieder auf der Bank.

Gegen Ottersberg zeigte der 36-Jährige, der nie in einem anderen Verein gespielt hat und schon seit 20 Jahren zum Kader der ersten Herren gehört, nun sein vielleicht bestes Spiel der letzten Jahre. Unspektakulär, aber enorm effektiv – so lässt sich seine Art des Torwartspiels wohl am besten charakterisieren. Ein Hampelmann ist Schlifelner nicht. „Das kann ich auch nicht mehr wegen des Knies“, schmunzelt er.

Doch mit seiner Leistung hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass der TuS Rotenburg weiterhin beste Karten hat, in die Landesliga aufzusteigen. So hoch hat auch Schlifelner noch nicht gespielt. „Der Aufstieg reizt auf jeden Fall“, sagt er deshalb auch. Ob er sich die Landesliga allerdings antun würde, lässt er noch offen: „Das kann ich noch nicht sagen, so ganz in Ordnung ist mein Bein ja immer noch nicht.“ Doch andererseits weiß er: „Zwei Torhüter müssen wir ja haben.“ Und das Herz – es hängst ja schließlich auch am TuS Rotenburg.

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