Wie die Schiedsrichter ticken

Sören Busch gibt Einblicke in Anwärterlehrgang

Sören Busch leitet den neuen Lehrgang für künftige Referees und bringt die „Thematik super rüber“. - Foto: Krause
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Sören Busch leitet den neuen Lehrgang für künftige Referees und bringt die „Thematik super rüber“.

Selsingen - Von Manfred Krause. Die Schiedsrichterzunft des Fußball-Kreises Rotenburg darf sich auf Nachwuchs freuen. In Selsingen fanden sich 15 Teilnehmer zur ersten Ausbildungseinheit des Anwärter-Lehrganges ein. Kreisschiedsrichter-Lehrwart Sören Busch bereitet die Gruppe auf die Prüfung am 17. Februar vor.

Das Programm hat es in sich, in sieben Ausbildungseinheiten gilt es, die Regeln zu verinnerlichen. „Dass außer mir nur Jungs im Lehrgang sind, hatte ich schon erwartet. Doch damit habe ich kein Problem“, sagt die 13-jährige Emma Behrens, die es wichtig findet, als Fußballer die Regeln zu kennen. „Wir sind von unserem Trainer gefragt worden, ob wir nicht an einem Anwärterlehrgang teilnehmen wollen. Das war schließlich der letzte Anstoß, mich anzumelden“, so die C-Juniorin des Heeslinger SC.

Dafür muss sie jetzt an fünf Abenden die „Schulbank“ in Selsingen drücken. In der Woche sind es drei Stunden, an zwei Sonnabenden kommen noch insgesamt sechs weitere dazu. Sören Busch, der zum „Aufwärmen“ die Regel I (Spielfeld) behandelte, findet: „Es ist super, wenn Betreuer oder Trainer den Nachwuchs auffordern, einen Anwärterlehrgang zu absolvieren. Und auch von unserer Seite ist es wichtig, die Teilnehmer mitzunehmen und zu begeistern.“

Prüfung mit 30 Regelfragen

Der 32-Jährige kommt gut an: „Sören hat eine fröhliche Art und bringt die Thematik super rüber – das macht doch einen guten Unterricht aus. Wir agieren in Rollenspielen als Schiedsrichter und lernen so die Praxis“, erzählt Marcel Scharlipp, der beim SV Horstedt II im Tor spielt. „Im Spiel wird immer wieder über den Schiedsrichter gemeckert. Das sicher oft zu Unrecht. Durch den Lehrgang möchte ich lernen, mich in die Haut der Referees zu versetzen. Ich will wissen, wie die ticken. Das geht nur, wenn man selbst pfeift“, glaubt der 30-Jährige.

Dafür wird Ausbilder Busch den Teilnehmern professionelle Dinge an die Hand geben. Die Regel XII hat er zum Schwerpunkt-Thema auserkoren. „Die behandelt verbotenes Spiel und unsportliches Betragen“, verrät Busch und erzählt: „Die Prüfung umfasst 30 Regelfragen, davon dürfen nur fünf falsch beantwortet werden.“

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