Schiedsrichter bricht Partie zwischen dem TV Stemmen und TSV Ottersberg II in der 65. Minute ab

„So was habe ich noch nicht erlebt“

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Augen auf beim „Schneewalzer“: Stemmens Tobias Lehmann (M.) tanzt Ottersbergs Ilja Friauf (l.) aus.

Stemmen - Von Julian Diekmann. „Die Verletzungsgefahr für die Spieler war einfach zu hoch“, begründete der Unparteiische Julian Laumert (VfL Altenhagen) den Spielabbruch der Fußball-Bezirksliga-Partie zwischen dem TV Stemmen und dem TSV Ottersberg in der 65. Minute beim Stand von 3:1 (3:1). Schon in der Halbzeitpause hatte es Diskussionen gegeben, ob die Begegnung überhaupt wieder angepfiffen werden könne. Laumert entschied sich dafür, um die Begegnung 20 Minuten später doch zu beenden.

„In meinen Augen war es die richtige Entscheidung, das Spiel abzubrechen. Zum einen hat das Schneetreiben immer weiter zugenommen, zum anderen stieg damit auch das Verletzungsrisiko“, konnte Jaime Wink, Trainer des TV Stemmen, die Entscheidung des Schiedsrichters nachvollziehen.

Dass die Partie aufgrund steigender Verletzungsgefahr abgesagt wurde, war dagegen für Bezirksliga-Staffelleiterin Claudia von Kiedrowski etwas Neues: „So was habe ich in meiner 24-jährigen Laufbahn noch nicht erlebt.“ Sie könne zwar nachvollziehen, wenn eine Begegnung wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt werde, aber nicht wegen Schneetreibens. „Ich muss jetzt erst einmal den Bericht des Referees abwarten. In der Regel wird die Partie aber wiederholt“, erklärte die Staffelleiterin.

Bereits die zweite Halbzeit wurde mit 15-minütiger Verspätung angepfiffen. In der Pause hatten die Verantwortlichen des TV Stemmen versucht, den Platz wieder instand zu setzen. „Wir haben extra rote Spielfeldlinien nachgezogen“, so Wink. „Stemmen hat sich in dieser Hinsicht vorbildlich verhalten“, lobte auch Schiedsrichter Laumert: „Sie haben alles dafür getan, damit das Spiel weitergehen kann, aber mit Beginn des zweiten Durchgangs habe ich entschieden, dass das Risiko für die Spieler einfach zu hoch ist und deswegen die Begegnung vorzeitig beendet“, erklärte der Unparteiische.

Der Abbruch dürfte den Ottersbergen in die Karten gespielt haben – immerhin lagen sie bis dahin mit 1:3 zurück. Erst brachte Hannes Bellmann die Gastgeber in Führung (6.), die Christian Hennings in der 16. Minute egalisierte. Doch ein Foulelfmeter, den Stefan Ehrke (30.) sicher verwandelte, und ein Abstauber-Tor von Martin Illinger (33.) brachten den TV Stemmen auf die Siegerstraße – aber eben nur bis zur 65. Minute.

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