Scherz bei der Sportlerwahl zur Trainerin des Jahres gekürt

Misere und Büttner ziehen allen davon

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Der Pokal geht an die Dame: Sabine Scherz wurde zur Trainerin des Jahres gekürt. Frank Schmid (r.), Verlagsleiter der Kreiszeitung, ehrte auch den Zweitplatzierten Lennart Lingener (2.v.r.) und den Drittplatzierten Christoph Meinke.

Und Julian Diekmann - Von Matthias Freese. Neue Gesichter, neue Sieger – und hier und da durchaus überraschende Ergebnisse: Die Sportlerwahl 2015, deren Sieger im Rahmen der Rotenburger Sportlerehrung gekürt wurden, sollte zu einem kleinen Triumphzug für die Handballer des TuS Rotenburg werden. Während der Verbandsliga-Aufsteiger bei den Mannschaften auf Platz eins lag, holte Goalgetter Lukas Misere den Titel als Sportler des Jahres. Ebenfalls vom TuS Rotenburg kommt die Sportlerin des Jahres – Aerobic-Ass Wiemke Büttner. Bei den Trainern landete indes Sabine Scherz von den Turnern des TV Scheeßel ganz oben.

Bemerkenswert: Bei den Siegern waren sich die Leser mit der Jury einig – bei beiden vereinten die Erstplatzierten die meisten Stimmpunkte auf sich.

Ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich dabei die Handballer des TuS Rotenburg mit dem Titelverteidiger, den Bundesliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes. Am Ende trennten gerade einmal 58 Stimmpunkte beide Teams – 1479:1421 für die Handballer. Auf Rang drei lief das Aerobic-Team des TuS Rotenburg ein (361). Nur ganze zwei Punkte lagen die Fußballerinnen des MTV Jeddingen hinter dem Treppchenplatz. Doch ohnehin waren alle Teilnehmer an der Sportlerwahl auch Sieger – allein die Nominierung für einen der fünf Startplätze ist schon eine große Auszeichnung und Anerkennung für die erbrachten Leistungen.

Sabine Scherz ist das vielleicht beste Beispiel dafür, dass sich jahrelange Arbeit auszahlt. Vergangenes Jahr siegte ihr Schützling Trond Skage Reuter bei den Sportlern, jetzt setzte sich die Turn-Übungsleiterin des TV Scheeßel bei der Trainerwahl mit ganz großem Vorsprung durch. Gleich 1937 Stimmpunkte entfielen auf Scherz, die völlig überrascht war: „Ich bin total stolz über diese Auszeichnung. Es ist die größte Ehrung, die ich je erhalten habe. Und ich bin schon seit 35 Jahren Trainerin.“ Auf Platz zwei folgte Handball-Coach Lennart Lingener vom TuS Rotenburg (801), Dritter wurde Fußball-Trainer Christoph Meinke (TuS Bothel/623).

Einen ähnlich klaren Sieg fuhr auch Lukas Misere bei den Sportlern ein: Der Top-Torschütze aus der Handball-Verbandsliga vereinte 1950 Stimmpunkte auf sich. „Ich kann es gar nicht fassen. Allein überhaupt unter den ersten Fünf zu sein, ist schon Ehre genug – aber das ich dann auch noch gewonnen habe, ist der absolute Höhepunkt. Mir fehlen die Worte“, kommentierte der frenetisch gefeierte Linksaußen seinen Erfolg, mit dem er Vorjahressieger Trond Skage Reuter (TV Scheeßel/1177) auf Platz zwei verwies. Der Kunstturner, der eigentlich auch im Rahmenprogramm auftreten sollte, kam übrigens gehandicapt zur Verleihung – er darf aufgrund einer Muskelverletzung am Wirbel derzeit kein Turngerät benutzen. Platz drei in dieser Kategorie ging an Schwimm-Altmeister Günter Schöpke (TuS Rotenburg/314), der letztmalig 2011 gewonnen und insgesamt schon drei Mal Gold geholt hatte.

Eine kleine Überraschung gab es bei den Sportlerinnen – zumindest, was den Vorsprung betrifft. Mit 1824 Stimmpunkten war Aerobic-Sportlerin Wiemke Büttner (TuS Rotenburg) der Sieg nicht zu nehmen. „Ich bin ohne Erwartungen in die Wahl gegangen. Dass ich dann gewonnen habe, hat mich total überrascht.“ Auf eine vierstellige Punktzahl kam auch Kierra Mallard, 1026 Zähler bedeuteten für den amerikanischen Basketball-Profi der Avides Hurricanes Platz zwei. Handballerin Lisa Meinke (TuS Rotenburg) sicherte sich Rang drei (495).

Sportlerwahl in Rotenburg

Alle Sieger standen erstmals ganz oben. Und auch für Moderatorin Vanessa Koß war die Sportlerwahl eine Premiere. Als erfolgreiche Leichtathletin kennt sie zwar die Bühne in der Pestalozzihalle, doch stand sie dort bisher noch nie mit dem Mikrophon in der Hand. Die 18-jährige Schülerin des Ratsgymnasiums trat in die großen Fußstapfen von Rieke Bargmann, die sich auf Weltreise befindet. Koß schüttelte die Nervosität schnell ab und führte souverän durch die zweistündige Gala. Und zwar vor rund 800 Zuschauern – auch das verdient Anerkennung.

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