Fußball spielt nur noch in seiner Freizeit eine Rolle

Scherz genießt den neuen Luxus

Um Fußball geht es bei Matthias Scherz nur noch in der Freizeit. Er ist inzwischen im Bereich Haustechnik tätig. - Foto: imago
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Um Fußball geht es bei Matthias Scherz nur noch in der Freizeit. Er ist inzwischen im Bereich Haustechnik tätig.

Scheeßel/Köln - Von Stefan Demps. Es ist ruhiger geworden um den ehemaligen Bundesliga-Fußballer Matthias Scherz, der bis 1994 für den SV Rot-Weiß Scheeßel gespielt hatte, dann beim FC St. Pauli seine Profikarriere startete, um beim 1. FC Köln lange Jahre zum Leistungsträger in der ersten und zweiten Liga zu werden. Seine Laufbahn beendete der inzwischen 45-jährige Stürmer schließlich 2013 bei Fortuna Köln in der Regionalliga. Mittlerweile ist Scherz bei einem Großhandel für Haustechnik im Rheinland unterwegs.

Trainer, Sportdirektor oder Experte in den Medien – die Möglichkeiten, als Ex-Profi weiter mit dem Fußball verbunden zu bleiben, sind vielfältig. Doch nicht jeder findet darin seine Erfüllung. Matthias Scherz hat einiges ausprobiert. Im Nachwuchsbereich des 1. FC Köln war er tätig. Er schrieb an einer Kolumne mit, die im Kölner Stadt-Anzeiger erschien. Aber inzwischen hat er eine Beschäftigung im Vertrieb der GC-Gruppe gefunden.

„Der Name Scherz hat im Kölner Raum immer noch eine gewisse Zugkraft“, ist Scherz selbst überzeugt. Unbegründet ist diese Auffassung nicht, schließlich hat er 270 Mal für den 1. FC Köln die Fußballschuhe geschnürt. „Ich fühle mich hier auch sehr wohl und habe meine neue Heimat gefunden“, sagt der gebürtige Scheeßeler.

Mit dem Auto geht es für ihn quer durch das Rheinland, da er im Vertrieb im Bereich Haustechnik und Elektrobedarf seine Kunden betreut. Dadurch ist er unter der Woche viel unterwegs. „Den Job habe ich über einen Bekannten bekommen“, berichtet Scherz. Da er eine technische Ausbildung zum Elektriker abgeschlossen hat, war die Einfindungsphase kurz. „Es macht mir sehr viel Spaß, da ich sehr viel rum komme“, betont der Angreifer, der die Geißböcke 2003 mit 18 Toren in die erste Liga führte und nach dem Wiederabstieg in der Saison 2004/2005 mit elf Treffern zweitbester Torschütze des Teams hinter Lukas Podolski war.

Der Abschied von der Fußballbranche ist ihm nicht schwer gefallen. „Es ist ein Luxus, seine Wochenenden selbst zu planen“, gesteht er. Diese freie Zeit verbringt er – nicht weiter verwunderlich – jedoch gerne beim 1. FC Köln. Entweder trifft er dann im VIP-Bereich des Stadions einige seiner Kunden und tauscht sich mit ihnen aus – oder er ist mit der Traditionsmannschaft des „EffZeh“ unterwegs. Das Leben nach dem Fußball bleibt für Scherz auf jeden Fall abwechslungsreich und arbeitsintensiv.

Da ist es dann auch schwer mit der Verbindung in die alte Heimat. „Ich habe meine Zelte in Scheeßel abgebrochen“, sagt er. „Es ist eben schwierig, über diese Entfernung den Kontakt aufrechtzuhalten“, gesteht er. Seine Wurzeln vergessen hat er deswegen jedoch nicht, und von Zeit zu Zeit spricht er mit seinen alten Kollegen aus der Mannschaft, die 1994 aufgestiegen war. „Da bleiben immer Erinnerungen“, weiß Matthias Scherz.

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