Scheeßels Turner holt bei Kreismeisterschaft „nur“ Silber

Reuter setzt alles auf eine Felge

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Perfekte Haltung: Am Boden war für Titelverteidiger Trond Skage Reuter (TV Scheeßel) die Welt noch in Ordnung. Da er am Barren aber patzte, reichte es im Sechskampf „nur“ zu Silber.

Scheeßel - Das war nichts für schwache Nerven: Einen regelrechten Krimi lieferten sich bei den in Scheeßel ausgetragenen Kreismeisterschaften im Gerätturnen Trond Skage Reuter (TV Scheeßel) und sein Herausforderer Tim Kräuter (TuS Zeven).

Im Sechskampf der Männer lag Reuter lange Zeit in Führung, ein verpatzter Abgang am Barren machte sein Ziel von der Titelverteidigung zunichte. Dennoch hatten die Turner des gastgebenden TV Scheeßel am Ende Grund zur Freude, schließlich räumten sie insgesamt 22 Medaillen ab und waren mit dieser Ausbeute bester Verein.

Nachdem Reuter nach den ersten vier Disziplinen dank starker Leistungen am Boden und den Ringen noch leicht die Nase vorne hatte, konnte er seinen Abgang am Barren nicht mit einem Stand beenden. Er verlor das Gleichgewicht und landete auf der Matte – das kostete die Gesamtführung. Somit musste die Entscheidung am letzten Gerät, dem Reck, fallen. Der frisch gebackene Sportler des Jahres setzte mit schwierigen Elementen alles auf eine Karte: Die Riesenfelge rückwärts mit halber Drehung in die Riesenfelge vorwärts misslang jedoch, sodass es letztendlich mit 61,35 Punkten „nur“ für den Silberrang reichte. Kräuter verbuchte 64,75 Zähler auf seinem Konto. „Immerhin hat er die neuen Elemente zum ersten Mal im Wettkampf geturnt“, kommentierte Trainerin Sabine Scherz die Leistung ihres Schützlings. „Das ist für ihn in diesem Moment wichtiger als die Platzierung.“

Ähnliches Pech hatte die 26-jährige „Turn-Seniorin“ Margarita Sauer im Vierkampf: Die mit Spannung erwartete Bodenkür musste die Scheeßelerin abbrechen, nachdem sie bei der Landung umgeknickt war. So lieferte ihre Vereinskollegin Sandra Bohnemeier nach einem starken Sprung auch die beeindruckendste Bodenübung ab und setzte sich mit 48,70 Punkten vor ihrer Teamkameradin Pauline Holsten (45,40) als Kreismeisterin durch. Mit ihrer Punktzahl schlug sie sogar Jette Michaelis vom TSV Bremervörde (47,25) im nächsthöheren Jahrgang.

Stark war auch der Auftritt von Alexander Witte (TuS Zeven), der mit einem gestreckten Tsukahara am Sprung überzeugte. Applaus erntete auch der älteste Turner: Mit 45 Jahren trat Kreisfachwart Sven Dannehl vom TuS Zeven als Einziger gegen seinen Schüler Alexander Witte (60,80) an und wurde Zweiter (59,20).

Kreismeisterschaft im Turnen in Scheeßel

Insgesamt zeichnete sich der Wettkampf durch reibungslose Abläufe und einen disziplinierten, kollegialen Verhältnis der Athleten aus. Veranstalterin Sabine Scherz lobte den „unglaublich freundlichen Umgang zwischen Trainern, Kampfrichtern und Aktiven untereinander. Jeder respektiert, dass auch der Gegner hart trainiert hat. So macht das Spaß.“

hey

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