Torflaute und ein Durchbruch

Hendrik Bruns: „Die Bälle wollen nicht rein“

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Hendrik Bruns ist beim SV Rot-Weiß Scheeßel seit dieser Saison im zentralen Mittelfeld gesetzt.

Scheessel - Von Vincent Wuttke. Mit Zahlen kennt sich Hendrik Bruns als angehender Bankkaufmann aus. Der zentrale Mittelfeldspieler will aber nicht wieder beim Fußballspielen mit seinem Kreisligisten SV Rot-Weiß Scheeßel bis zum Saisonende rechnen, ob es zum Klassenerhalt reicht. Seine Elf rangiert auf Position 14 – einem direkten Abstiegsplatz. Eine Marke bereitet dem 19-Jährigen und seinen Teamkollegen Sorgen: 395 Minuten. So lange hat Scheeßel nicht mehr getroffen.

Herr Bruns, Ihr Team rutscht seit dem dritten Spieltag immer weiter nach unten. Wie kann am schnellsten die Bremse betätigt werden?

Hendrik Bruns: Uns fehlt im Moment einfach das Glück. Jeder kämpft gefühlt bis zum Umfallen, aber es gibt keinen Ertrag dafür. Wenn unser Einsatz und die Einstellung so bleiben, wird es bald wieder Tore und Punkte geben.

Sie sprechen die Chancenverwertung an. Wieso hat Scheeßel da auf einmal solche Probleme?

Bruns: Im Moment ist es so, dass unsere Schüsse bei unseren etlichen Möglichkeiten an den Pfosten, die Latte oder sonstwo hingehen, nur irgendwie nicht ins Tor. Die Bälle wollen nicht rein. Das ist aber auch kein Wunder ohne Florian Klee, Dierk Dreyer und Wynton Kube. Zum Glück sind Florian und Dierk bald wieder da. Und auch ohne die drei werden wir schon bald wieder treffen. Ich denke sogar, dass es am Wochenende gegen Bremervörde schon passiert.

In der vergangenen Saison hat Scheeßel durch eine Aufholjagd in der Rückrunde den Klassenerhalt geschafft. Die Mannschaft wird also noch nicht nervös, oder?

Bruns: Im letzten Jahr waren wir auch schnell tief unten drin und sind ruhig geblieben. Das ist auch wieder so. Wir haben genug Erfahrung im Team.

Auch Sie sind mittlerweile kein „Küken“ mehr und seit eineinhalb Jahren dabei.

Bruns: Ich kenne die Gegenspieler und die Mannschaften mittlerweile schon ganz gut, das stimmt. Aber im Training muss ich beim Eckchen-Spiel meistens immer noch mit Mirko Lohmann als erster in die Mitte (lacht).

Bisher waren Sie im Herrenbereich meist Ersatz. In dieser Saison haben Sie hingegen in allen Partien begonnen. Ist das Ihr Durchbruch?

Bruns: Ich bin erstmal nie zufrieden, wenn es bei meiner Mannschaft nicht läuft. Aber es ist toll, dass ich so viel spiele. Norman Wendland (Trainer, Anm. der Red.) vertraut mir. Ich weiß aber auch, dass ich so oft dabei bin, weil wir einige Ausfälle haben.

Sie spielen neben Mike Sprenger. Wie harmonieren Sie mit Ihm?

Bruns: Für mich ist es natürlich ein großer Vorteil, dass ich ihn in meiner Nähe habe. Er ist einer der besten, wenn nicht der beste, von uns. Da gibt er mir viele Tipps. Und mit Matthias Miesner, Jonas Teifel oder Jewgeniy Derr habe ich auch immer Leute hinter mir, die schon lange dabei sind. Das macht es mir einfach.

Wo haben Sie denn noch am meisten Potenzial?

Bruns: Es ist schon so, dass mir in den Zweikämpfen noch ein wenig der Körper fehlt. Das ist gerade im Herrenbereich schon eine andere Hausnummer im Mittelfeld als im Jugendbereich. Es ist einfach viel schneller und härter. Allgemein kann ich mich aber überall noch steigern.

Bruns’ Tipps

VfL Visselhövede - FSV Hesedorf/N. 1:2

MTSV Selsingen - Rotenburger SV II 0:2

Bremervörder SC - SV RW Scheeßel 1:2

TuS Zeven - TuS Tarmstedt 3:1

MTV Hesedorf - TSV Bülstedt/V. 1:1

TV Stemmen - SV Anderlingen 2:4

TV Sottrum - TSV Gr. Meckelsen 2:0

Lasse Müller (Rotenburger SV II) lag vergangene Woche zwei Mal von der Tendenz her richtig.

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