Scheeßeler holt bei deutscher Mehrkampfmeisterschaft Platz drei

Reuter übertrifft Erwartung

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Starker Auftritt: Scheeßels Trond Skage Reuter sicherte sich bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften Platz drei.

Scheeßel - Von Ulla Heyne. Einen Überraschungserfolg auf nationaler Ebene verzeichnete Trond Skage Reuter vom TV Scheeßel: Bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Einbeck belegte der 17-Jährige in seiner Altersklasse den dritten Platz. Damit hat der Turner nach einem 24. Platz 2012 und Rang 17 im Vorjahr seine kühnsten Erwartungen weit übertroffen. Für den Beeke-Club ist es der erste Turnerfolg auf nationaler Ebene.

„Es lief einfach alles wie es sollte“, kann der Eichenschüler seinen Erfolg einige Tage später immer noch nicht fassen. Und das nicht ohne Grund, standen die Zeichen für den Newcomer nicht zum Besten: Nach einer Trainingsverletzung mit Meniskusläsion und angerissenem Quadrizeps hatte der ehemalige Schwimmer eine sechswöchige Zwangspause einlegen müssen. Erst zweieinhalb Wochen vor dem Wettkampf nahm er das Training wieder auf.

Der „Jahn-Wettkampf“, bei dem neben den turnerischen Disziplinen Boden und Barren auch Kugelstoßen und 100-Meter-Sprint sowie Kunstspringen und Schwimmen auf dem Programm stehen, stellt die Vielseitigkeit der Athleten in den Vordergrund. Genau darin, so hat seine Trainerin Sabine Scherz längst erkannt, liegt Reuters Stärke: „Mit nur dreieinhalb Jahren Turnerfahrung sind seine Leistungen am Barren und Boden zwar gut, aber nicht im oberen Schwierigkeitsbereich“, meint sie kritisch, „daran müssen wir in Zukunft noch arbeiten“.

Für den Sechskampf reichte es. Bereits am ersten Wettkampftag merkte Reuter: „Da passte alles.“ Ursprünglich sei das Ziel nur gewesen, „ohne Verletzung durchzukommen“. Mit seiner Bodenkür mit Salti, Vorwärtsschrauben und Japaner-Handstand belegte er den vierten Platz, bei seiner anschließenden schwächsten Disziplin Barren mit Elementen aus dem unteren Schwierigkeitsbereich Handstand und Schwabenkippe nur den achten. „Das hat er sauber geturnt, mit relativ wenig Abzügen“, so Scherz, die so gut wie jeden Wettkampf betreut.

Nach dem 100-Meter-Sprint in 12,76 Sekunden (Rang acht) deklassierte Reuter im Kugelstoßen mit 11,57 Metern die Konkurrenz und belegte Platz eins und stand in der Gesamtwertung auf Rang drei. „Ab da galt es nur noch, den Platz zu halten“, erzählt der Abiturient. Kein Problem, sollten die stärksten Disziplinen doch am zweiten Wettkampftag folgen. Über 100 Meter Freistil ließ er das Feld mit einer Zeit von 1:02,7 Minuten schon früh hinter sich. Im Kunstspringen vom Einmeterbrett hatte der Scheeßeler einen Delfin-Kopfsprung gehechtet sowie einen anderthalbfachen Salto vorwärts gehechtet gezeigt – mit Erfolg, stand sein Name doch auch am Ende des Wettkampfes an dritter Position.

Im nächsten Jahr schielt Trond Skage Reuter auf eine Platzierung unter den ersten Zehn. „Das dürfte jedoch schwer werden.“ Nicht nur, weil der dann 18-Jährige mit dem älteren Jahrgang startet, sondern auch wegen der drei zusätzlichen Disziplinen Weitsprung, 25 Meter Zeittauchen und Sprungtisch.

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