Scheeßeler Heiko Wahlers ist weltweit als Parcoursbauer beim Springreiten aktiv

Der Meister der Hindernisse

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Der Scheeßeler Heiko Wahlers muss sich stets etwas einfallen lassen, um die Reiter im Parcours zu fordern.

Scheeßel - Von Jürgen Honebein. Heiko Wahlers hat ein ganz besonders zeitintensives Hobby: Seit 1990 gibt der Scheeßeler bei Reitturnieren als Parcoursbauer vor, welche Linienführung die Springprüfungen haben und wie viele Hindernisse in welcher Zeit überwunden werden müssen. Der 51-jährige selbstständige Versicherungskaufmann zählt seit Jahren nicht nur zu den Besten seiner Zunft in Deutschland, sondern ist inzwischen auch auf internationaler Ebene bekannt.

Wahlers hat schon in vielen Teilen Europas, aber auch in Costa Rica, Mexiko, Guatemala, Namibia und USA Parcours gebaut. Anfang Januar geht es wieder nach Namibia und gleich danach nach Australien. „Ich komme erst zwei Tage vor der VER-Dinale aus Australien zurück. Aber das passt schon, denn darauf möchte ich nicht verzichten“, erzählt Wahlers.

Der Scheeßeler hat sich in seiner Kindheit als Einziger der Familie für Pferde interessiert. Er war zunächst auf einem Pony und später auf Großpferden im Spring- und Vielseitigkeitssport erfolgreich. Mit 27 Jahren hat er aber bereits die Seiten gewechselt und baut seit 1990 Parcours. „Das hat mich schon immer interessiert. Ich finde es spannend, bei Springprüfungen gestalterisch mitwirken zu können“, so der Familienvater. Wichtig für ihn ist, dass er als Parcourschef einen Kurs präsentiert, den das Publikum unterhält, aber auch Pferd und Reiter fordert. Dabei ist es für ihn unerheblich, ob es sich um ein kleines Turnier handelt oder aber um eine große Veranstaltung mit internationalen Springprüfungen.

In Deutschland ist der 51-Jährige seit Jahren Parcourschef bei den „Löwen-Classics“ in Braunschweig, einem internationalen Vier-Sterne-Turnier. „Dort bin ich besonders gefordert, da die Halle nicht groß und sehr speziell ist, ich muss aber trotzdem etwas hinstellen, was Reiter, Richter und Zuschauer gleichermaßen überzeugt“, erklärt der Scheeßeler.

Die nationale Ausbildung zum Parcourschef dauert vier bis fünf Jahre und umfasst mehrere Prüfungen. Um auch international anerkannt zu sein, folgen weitere Anforderungen. „Bis ich den heutigen Stand erreicht hatte, sind rund 13 Jahre vergangen“, verrät Wahlers. Er darf bis auf Olympische Spiele sowie Welt- und Europameisterschaften überall als Parcourschef tätig sein. Auf den Turnieren arbeitet der 51-Jährige mit einem Team zusammen, zu dem ein Assistent sowie einige Helfer gehören. Wichtig für einen Parcoursbauer ist es auch, einen guten Kontakt zu den Reitern und Richtern zu haben. „Den Sport machen wir zusammen. Daher sollte der Umgang immer freundschaftlich, aber respektvoll sein. Egal, ob es ein großes oder kleines Turnier ist.“

Bei der Frage nach einem Vorbild fällt sofort der Name Frank Rothenberger, der seit mehr als zehn Jahren nicht nur in Aachen verantwortlich ist, sondern fast auf der gesamten Global Champions Tour von Hamburg bis Sao Paulo. „Von ihm habe ich einiges gelernt. Er vertritt fast die gleiche Philosophie wie ich und legt viel Wert auf Kreativität“, sagt der Scheeßeler.

Durch das Computerzeitalter hat sich in den vergangenen Jahren zwar einiges, aber nicht ganz viel für ihn verändert. „Ein Laptop ist ein gutes Hilfsmittel, doch die Ideen muss ich immer noch selbst haben“, so Wahlers, der noch gerne viele Jahre als Parcourschef die nationale und internationale Springreiterszene begleiten möchte. „Entscheidend dabei sind die körperlichen Voraussetzungen, mein Beruf und natürlich meine Familie. Wenn ich nicht mehr alles unter einen Hut bekomme, mache ich sofort Schluss“, verrät der Scheeßeler.

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