Scheeßeler besteht Prüfung zum Assistenten / „Habe nicht damit gerechnet“

Lemkes rasanter Aufstieg: Künftig in der Oberliga aktiv

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Der Scheeßeler Lucas Lemke ist ab der kommenden Saison als Assistent in der Oberliga unterwegs. Zudem pfeift der 20-Jährige weiterhin auf Bezirksebene.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Lucas Lemke vom Rotenburger SV ist gerade erst einmal seit fünf Jahren als Schiedsrichter im Einsatz, doch hat nun bereits die Nachricht erhalten, dass er ab der kommenden Saison auch als Assistent in der Oberliga an der Seitenlinie stehen darf. „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ich hatte eher gedacht, dass es sowieso nicht klappt. Ich freue mich natürlich sehr darüber“, erklärt der 20-Jährige.

Sein Hauptaugenmerk soll aber weiterhin als Unparteiischer in der Bezirksliga der Herren liegen. „Die Oberliga nehme ich aber zusätzlich gerne mit. Das ist auf jeden Fall eine ganz neue Herausforderung. Von den erfahrenen Kollegen kann ich mir sicherlich etwas abgucken, sodass ich mich langsam weiter verbessere. Zudem sind auch die Stadien viel größer und es kommen mehr Zuschauer. Darauf freue ich mich schon“, erzählt der gebürtige Scheeßeler, der einst bei seinem Heimatclub SV RW Scheeßel selbst gespielt und dann 2009 an einem Schiedsrichterlehrgang in Barsinghausen erfolgreich teilgenommen hat.

Seitdem ist die Pfeife an den Wochenenden sein ständiger Begleiter. In der abgelaufenen Spielzeit ist er gleich 57 Mal im Einsatz gewesen. „Ich durfte dieses Jahr das Kreispokal-Finale der Herren zwischen dem TuS Bothel und MTSV Selsingen in Karlshöfen pfeifen. Das war schon etwas Besonderes für mich. So ein Spiel gibt es nur selten“, erinnert sich Lemke.

Sein Aufstieg verlief rasant: Vor zwei Jahren hat Lemke angefangen, im Herren-Bereich zu pfeifen. Dass er damals erst 18 Jahre alt war und somit größtenteils noch jünger als die Spieler, war für ihn kein Problem: „Man muss sich natürlich von Anfang an Respekt verschaffen. Dafür muss man den Mund aufbekommen und auch mal lauter werden“, so Lemke. Manchmal kommt es auch vor, dass er Akteure persönlich kennt, doch dass blendet Lemke während des Spiels komplett aus. „Darauf darf ich nicht achten. Auch von den Zuschauern am Seitenrand lasse ich mich nicht beeinflussen oder aus der Ruhe bringen“, versichert der Scheeßeler.

Die ersten Einsätze auf Bezirksebene folgten bereits im vergangenen Jahr. „Während der Beobachtungen habe ich anscheinend immer gute Feedbacks erhalten, sodass ich eine Liga höher gestuft wurde“, sagt der angehende Speditionskaufmann.

Vor jeder neuen Saison müssen die Schiedsrichter einen Theorie- und Leistungstest ablegen. Für die Oberliga ist das Bestehen des sogenannten Helsen-Tests Pflicht. Dabei stehen zehn Stadionrunden à 400 Meter auf dem Programm. Jede Runde ist in zwei 150-Meter-Sprints – die jeweils in 30 Sekunden zurückgelegt werden müssen – sowie zwei Mal 50 Meter Gehen (in 35 Sekunden) eingeteilt. Damit soll die körperliche Leistungsfähigkeit überprüft werden. „Zum Schluss war ich schon kaputt und hing etwas durch“, gesteht der 20-Jährige. Außerdem mussten die Teilnehmer einen Theorietest mit 30 Fragen beantworten.

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