Nach Verletzungspause wieder zurück

Falco Teifel: Scheeßel wichtiger als der HSV

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Dass der SV Rot-Weiß Scheeßel in den Abstiegsstrudel geraten ist, sieht Falco Teifel (r., im Zweikampf mit Alexander Klaue vom Rotenburger SV II) vor allem in der Verletztenmisere seines Team begründet.

Scheeßel - Von Nicolas Tréboute. Schmerzlich vermisst wurde Falco Teifel beim Fußball-Kreisligisten SV Rot-Weiß Scheeßel in der Endphase des vergangenen Jahres.

Im Oktober hatte sich der Rechtsverteidiger einen Bänderriss im rechten Knöchel zugezogen und musste hilflos dabei zusehen, wie seine ohnehin schon personell arg gebeutelte Mannschaft immer tiefer im Tableau nach unten rutschte, bis sie schließlich auf einem direkten Abstiegsplatz ankam. Seit Jahresbeginn ist der 22-Jährige wieder zurück und wurde in den ersten beiden Pflichtspielen 2019 von seinem Coach Norman Wendland in die Startelf beordert. Im Interview vor dem Altkreisderby beim VfL Visselhövede Sonntag (15 Uhr) spricht Teifel unter anderem über die Chancen auf den Klassenerhalt und warum es bei ihm mit dem Toreschießen in dieser Saison noch nicht geklappt hat.

Sie spielen mit ihrem Bruder Jonas Teifel in einem Team. Wer hat die missliche Tabellenlage Ihres Teams mehr zu verantworten?

Mein Bruder natürlich (lacht).

Spaß beiseite: Woran liegt es, dass Scheeßel derzeit auf einem Abstiegsplatz steht?

Wir sind im letzten Jahr auf Grund unserer verletzten Spieler in ein Loch gefallen und haben es nicht geschafft, da wieder rauszukommen. Deswegen ist es für mich wichtig, gerade in dieser schwierigen Situation wieder mit dabei zu sein.

Wie schwer war es nach Ihrem Bänderriss Ihr Team auf dem Feld nicht unterstützen zu können?

Das war ein ganz blödes Gefühl. Ich kann schon nicht still sitzen, wenn ich ausgewechselt werde, aber das war noch schlimmer.

Zwei Punkte beträgt derzeit der Scheeßeler Rückstand zum rettenden Ufer. Wie schätzen Sie die Chancen auf den Klassenerhalt ein?

Das sehe ich ähnlich wie mein Trainer Norman Wendland. Wir hatten eine richtig starke Rückrundenvorbereitung. Wenn wir so weitermachen, dann stehen die Chancen sehr gut.

Das heißt, Sie sehen am Sonntag auch die Chance beim VfL Visselhövede zu punkten?

Natürlich ist Visselhövede in der Favoritenrolle. Sie spielen sehr guten Fußball, aber wir haben gegen die Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel schon immer gut ausgesehen. Ich persönlich habe gute Erinnerungen an „Vissel“. Das letzte Spiel, bei dem ich dabei war, haben wir gegen sie gewonnen. Ich freue mich drauf und hoffe sehr, dass die Partie trotz der Witterungsverhältnisse stattfindet.

Sie selbst haben in dieser Saison noch nicht getroffen. Liegt das an Ihrer defensiven Position oder nutzen Sie ihre Chancen nicht?

Doch, ich bekomme die Gelegenheiten schon. Aber wenn man so häufig verloren hat wie wir, dann ist auch eine gewisse Unsicherheit da. Im Zweifelsfall entscheidet man sich auch eher dazu, sich auf die Defensive zu konzentrieren und sich nicht nach vorne einzuschalten.

Sie sind bekennender HSV-Fan. Was geht vor? Scheeßel schafft den Klassenerhalt oder Hamburg steigt auf?

Da muss ich gar nicht lange überlegen: Der Klassenerhalt von Scheeßel. Da ist mir mein Heimverein deutlich näher. Ich würde aber natürlich beides gerne haben, wenn es geht (lacht).

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