Stürmer schießt Bothel zum 3:1

Schanowski ist in Stemmen schnell zur Stelle

Mit gefalteten Händen schaute Nico Schanowski (Mitte) nach seiner Auswechslung die letzten acht Minuten am Seitenrand zu.
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Mit gefalteten Händen schaute Nico Schanowski (Mitte) nach seiner Auswechslung die letzten acht Minuten am Seitenrand zu.

Beim TV Stemmen hält der Abwärtstrend an, der TuS Bothel hat ihn mit dem 3:1-Derbysieg gestoppt. Vor allem dank Stürmer Nico Schanowski.

Stemmen – Erst kniete sich Douglas Wink im Altkreis-Derby der Fußball-Kreisliga hin und legte den Kopf auf den Rasen ab, nicht einmal eine Minute später lehnte sich der Flügelspieler des TV Stemmen bei einer Ecke des TuS Bothel genervt an den Pfosten. Der angeschlagene Mitspieler Hannes Bellmann kommentierte die Situation von außen mit den Worten: „Das geht gar nicht.“ So sah es auch Coach Heiko Meyer, dessen Team nach der 1:3 (0:2)-Niederlage noch tiefer in den Tabellenkeller rutschte und nun auf dem viertletzten Rang steht.

Sieben der bislang acht Punkte holte Stemmen in den ersten drei Spielen der Saison. Seither gab es nur noch ein 1:1 beim TSV Bülstedt-Vorwerk. „Wenn man am Anfang träumt, kommt man auch schnell wieder auf den Boden der Tatsachen“, wusste auch Meyer anlässlich der vier Niederlagen in fünf Partien. „Wir haben aktuell keine Körperspannung und kein Selbstvertrauen.“ Und erst recht die falsche Körpersprache, um die Trendwende einzuleiten. „Ohne Worte, die ist echt eine Katastrophe ... desaströs“, suchte Stemmens Coach nach Worten.

Davon hatte sein Gegenüber Dennis Schlifelner eine Menge – und zwar lobende. Er brachte Innenverteidiger Sven Beyer seit Langem mal wieder von Anfang an und fand: „Das hat von der Kopfballstärke her gepasst.“ Dort agierte er gemeinsam mit „unserer Rückversicherung“ Christoph Meinke. Vorne drin lief Nico Schanowski erstmals nach seiner zweiwöchigen Verletzungspause (Zerrung im rechten Oberschenkel) wieder auf und krönte seinen Startelf-einsatz mit einem Doppelpack. „So zurückzukommen, ist schon stark“, meinte Schlifelner. Auch Meinke wusste seine Qualitäten zu schätzen: „Die Geschwindigkeit von Nico war ein entscheidender Faktor für den Sieg.“ Schanowski selbst fand es „mega geil. Ein besseres Gefühl kann man nicht haben.“

Zwei gegen eins: Für Stemmens Douglas Grun (Mitte) war gegen Bothels Torsten Hoops (l.) und Patrick Hollmann kein Durchkommen.

Mit seinem ersten Tor hatte er Bothel früh in Führung gebracht. Nach einer Flanke von Patrick Hollmann schob er den Ball über die Linie (7.). 15 Minuten später war es erneut der Gäste-Stürmer, der sich nach einem Einwurf von Tim Beyer durch die gegnerische Abwehr dribbelte und zum 2:0-Pausenstand erhöhte. „Die machen so einfache Tore und wir haben kaum eine wirkliche Chance“, monierte Meyer. In einem waren sich beide Trainer dann auch einig: „Das war definitiv kein fußballerischer Leckerbissen“, so der Botheler, während ihm sein Kollege zustimmte.

„Aber ein wichtiger Sieg für die Moral“, fügte Schlifelner noch an. Der geriet nur kurz ins Schwanken, als Martin Illinger nach einem Freistoß von Douglas Grun aus 30 Metern den Ball zum 1:2 einköpfte (67.). Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Tim Dornemann lupfte das Spielgerät nur zwei Minuten später über den herausgelaufenen Stemmer Keeper Max Wulff. Durch den 3:1-Auswärtserfolg vor rund 40 Zuschauern festigte Bothel den zehnten Platz und hat nun vier Punkte Vorsprung vor dem TV Stemmen.

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