Wieste-Cup in zwei Wochen

SC Sottrum: Der Verein bewältigt die Pandemie und ihre Folgen „gut“

Ein Spieler bewegt eine Schachfigur mit seiner Hand über das Feld.
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Kluger Schachzug: Der ist Ende November beim Sottrumer Wieste-Cup gefragt.

Der Mitgliederschwund ist beim SC Sottrum ausgeblieben, die Jugendarbeit ist ihm wichtig. Ohnehin ist der Verein bislang ohne größere Probleme durch die Pandemie gekommen.

Sottrum – Bauern, Läufer, Springer, Türme, Dame und König – sie alle standen in den vergangenen 20 Monaten sozusagen „Schachmatt“. Coronabedingt fanden weder Turniere noch klassische Trainingseinheiten im Verein statt. Lediglich zu zweit zu Hause wurde gespielt, verrät Jürgen Gerken. Der Aussage des Pressesprechers des SC Sottrum schließt sich auch Reinhard Piehl an, der ehemalige Turnierleiter des Wieste-Cups, der vom 26. bis 28. November im Gasthof Röhrs zum zehnten Mal stattfindet. Es ist das erste größere Turnier, das nun wieder ausgetragen wird.

Schlechte Stimmung herrschte ohnehin in den vergangenen eineinhalb Jahren beim Schachclub nicht, denn er ist laut Gerken „mehr als akzeptabel“ und „viel besser als unsere Konkurrenten“ durch die bisherige Zeit der Pandemie gekommen. Sottrums Pressesprecher weiß genau: „Vor Corona bestanden die Ligen aus zehn Teams, jetzt sind es teilweise nur noch acht.“ Vereine mussten ihre Teams teilweise abmelden, nicht so der SC Sottrum. „Wir haben unsere dritte Herren nur nicht mehr neu angemeldet. Wir könnten es personell stemmen, aber wir haben die Jugendlichen aus der Mannschaft in die zweite Herren hochgezogen. Die Älteren verzichten dafür häufiger“, ergänzt er.

Zehnte Ausgabe des Wieste-Cups in Sottrum

Der Wieste-Cup feiert Zehnjähriges. Vom Freitag, den 26., bis zum Sonntag, den 28. November, findet er im Rahmen der Grand-Prix-Turnierserie des Niedersächsischen Schachverbandes (NSV) im Sottrumer Gasthof Röhrs statt. Ausrichter des Wettkampfes, der als 2G-Veranstaltung durchgeführt wird, ist der SC Sottrum. Gespielt werden fünf Runden Schweizer System nach FIDE-Regeln, ausgewertet wird das Turnier nach der ELO und DWZ – zwei Zahlen im Schach, um die Spielstärke einzelner Teilnehmer zu vergleichen. Ferner ist das Reglement auf der Homepage des Vereins zu beachten. hd

Auch anhand der Mitgliederzahlen lässt sich die gute Laune begründen. Waren es vor der Pandemie noch 48, sind es nun 47. „Wir hatten fünf Todesfälle in der Zeit, es sind also auch welche hinzugekommen“, erklärt der neue Wieste-Cup-Leiter Wolfgang Torkler. Sein Vorgänger leitet am Sottrumer Gymnasium seit Jahren eine Schach-AG, die aktuell zwölf Teilnehmer umfasst. Im Verein sind es zudem zehn jugendliche Mitglieder. Die Nachwuchsarbeit ist für den Club ein wichtiges Thema, meint Gerken.

Auf seinem Bauernhof veranstaltet er einmal im Jahr eine Sommerparty: „Es ist wichtig, dass der Kontakt untereinander aufrecht erhalten bleibt. Das hat uns sicherlich auch geholfen“ im Bezug auf die nahezu unveränderte Anzahl an Mitgliedern, unter denen die Altersspanne von sechs bis 85 Jahren reicht.

Trainingseinheiten, die im letzten Jahr eine kurz Zeit in Präsenz mit Vorgaben wie Abstand und das Tragen einer Maske und Handschuhen sowie einer noch viel längeren über Videokonferenzen stattfanden, gehen seit den Sommerferien wieder weitestgehend normal über die Bühne. Die Vorbereitung auf den Wieste-Cup ist also im vollen Gang. Piehl meint daher: „Wenn ein Verein so ein Turnier ausrichten kann, dann lebt der Verein, dann lebt Schach.“

Abseits des Breitensportes gibt es seit einiger Zeit einen Boom im Online-Schach. „Die Spieler sind für Vereine im Moment aber noch nicht zu greifen“, erklärt Gerken und hofft darauf, dass sich diese Begeisterung in Zukunft aus der virtuellen in die Vereinswelt transportieren lässt.

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