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Neun Botheler in Quarantäne ‒ Denells Appell: „Bloß nicht schleifen lassen“

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Von: Hendrik Denkmann

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Sascha Denell steht im Tor und zeigt mit dem linken Arm.
Momentan in Quarantäne statt im Tor: Sascha Denell kann mit seinem TuS Bothel Sonntag nicht antreten. © Denkmann

Gleich neun Fußballer des TuS Bothel hat es erwischt ‒ sie befinden sich in Quarantäne. Sascha Denell ist einer von ihnen. Im Interview spricht er über die Gefahr, sich im Mannschaftssport anzustecken und die Lehren daraus.

Bothel – Eigentlich wollte Dennis Schlifelner das lange und spielfreie Osterwochenende dafür nutzen, um mit seinen Kreisliga-Fußballern des TuS Bothel vier oder fünf Trainingseinheiten in einem Block zu absolvieren. Doch dazu kam es ebenso wenig, wie es zum Anpfiff der Abstiegsrunden-Partie beim TuS Tarmstedt am Sonntag kommen wird. Die wurde aufgrund von neun Coronafällen im Team, wie berichtet, auf den 10. Mai (19.30 Uhr) verlegt. Einer der Betroffenen ist Keeper Sascha Denell. Wir haben mit ihm über die Situation gesprochen.

Herr Denell, neun Coronafälle vermeldet Ihr Verein. Wissen Sie, wo Sie sich alle angesteckt haben? Könnte ein gemeinsamer Mannschaftsabend der Grund gewesen sein?

Das kann gut sein. Es kann sein, dass es nach dem Westerholz-Spiel passiert ist, weil wir nach Heimspielen immer noch gemeinsam essen. Zwar haben wir bei uns im Vereinsheim, wenn man sich frei bewegt, noch Maskenpflicht. Am Platz gilt die dann aber nicht mehr und da saßen wir halt alle an einem Tisch und haben gegessen. Es kann also sein, dass es da herrührt.

Was bedeutet das für künftige Mannschaftsabende? Gibt es da ein Umdenken?

Da wurde bisher noch nicht groß drüber gesprochen. Aber ich gehe davon aus, dass wir die Maßnahmen noch konsequenter einhalten sollten. Bei uns herrscht ja auch weiterhin die Maskenpflicht in den Kabinen. Und auch das sollte man bloß nicht schleifen lassen. Man merkt ja, dass das einen ganz schnell treffen kann. Vielleicht wäre es auch passiert, wenn man diverse Maßnahmen noch konsequenter einhalten würde. Aber ich finde schon, dass das Tragen der Maske sinnvoll ist.

Sie haben die Kabine bereits angesprochen. Wie sehen die Vorsichtsmaßnahmen da sonst aus?

Möglichst halt so oft es geht die Maske tragen. Wir versuchen, wenn wir die Möglichkeit haben, zwei Kabinen zu nutzen. Dann haben wir beim Umziehen Maskenpflicht, bis wir schlussendlich rausgehen. Beim Duschen geht es dann natürlich nicht.

Ist eine weitere Verschärfung der Maßnahmen denkbar?

Wir übernehmen eigentlich das, was vom Verein kommt. Der hat die allgemeinen Regeln festgelegt und orientiert sich nicht am Bund, der die allgemeine Maskenpflicht in den Innenräumen ja fallen gelassen hat. Vom Verein heißt es also, dass im Vereinsheim und in der Turnhalle eine Maskenpflicht gilt. Ich gehe aber nicht davon aus, dass man die Maßnahmen noch weiter verschärft, sondern vermehrt darauf achtet, dass die bestehenden konsequent umgesetzt werden.

Was sind denn die Lehren, die Sie im Team aus den zahlreichen Coronafällen ziehen?

Wir haben ja jetzt noch nicht wieder trainiert. Da müssen wir auf jeden Fall vorsichtig sein, dass so etwas nicht noch einmal passiert. Da ist jeder selbst zu angehalten, sich regelmäßig zu testen, damit das gar nicht erst in die Kabine kommen kann. Aber soweit ich weiß, machen das auch eigentlich alle, auch weil sie es von der Arbeit aus machen müssen.

Gab es irgendwelche Komplikationen bei der Verlegung der Partie gegen Tarmstedt?

Dennis (Schlifelner, Anm. d. Red.) hat mir erzählt, dass er bei Tarmstedt angerufen hat, dass wir keine Mannschaft voll bekommen. Wir hätten Sonntag vielleicht maximal mit neun Spielern antreten können. Da der Gegner immer zustimmen muss bei einer Verlegung, sind die uns netterweise aber entgegengekommen. Zwar mit einem Heimrechttausch, aber dann ist das so. Sonst gab es keine Probleme. Finde ich auch fair. Man will es doch schließlich auf sportlichem Wege machen.

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