Sandbahnrennen auf Eichenring von Unfällen überschattet

Nur für Tebbe läuft alles nach Plan

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Scheeßel - Von einem hochklassigen, international besetzten Fahrerfeld, einigen spannenden Zweikämpfen und jeder Menge Re-Starts geprägt war das 68. Sandbahnrennen des MSC Eichenring Scheeßel. Nicht erst auf dem Siegertreppchen zeigte sich: Trotz europäischer Konkurrenz, wie durch die Briten Andrew Appleton und Glen Phillips, hatten die deutschen Fahrer die Nase vorn. Jörg Tebbe überzeugte bei den Solisten der 500-ccm-Klasse nicht nur in den Vorläufen souverän, sondern setzte sich auch im Finale mit einem Start-Ziel-Sieg vor seinen Landsleuten Bernd Diener und Matthias Kröger durch.

Er gab sich nach dem Renntag naturgemäß zufrieden: „Bis auf den Unfall und die vielen Verzögerungen ist doch alles nach Plan gelaufen – genauso hatte ich es mir vorgestellt!“ Eine erste Enttäuschung hatte es für mehreren hundert Zuschauer nach dem Knockout-Cup gegeben, den ebenfalls Tebbe vor Kröger für sich entschied: WM-Vertreter Stephan Katt stürzte in seinem ersten Vorlauf und musste vorzeitig ausscheiden. Bereits seit dem Rennen in Landshut vor drei Wochen an einem Rippenbruch laborierend, hatte er Himmelfahrt in Herksheim einen weiteren Sturz gerade noch vermeiden können. Für ihn rückte Jens Benneker nach, der sich im Hoffnungslauf für das Finale qualifizierte.

Schwerer erwischte es den Holländer Dirk Fabriek. Er stürzte im sechsten Vorlauf so schwer, dass er notärztlich erstversorgt und ins Rotenburger Diakoniekrankenhaus gebracht wurde. Dort wird er vermutlich heute operiert. Für weitere Verzögerungen sorgten die zahlreichen Re-Starts; selbst alte Hasen wie „Matten“ Kröger gingen am Start zuweilen die Nerven durch. Nichtsdestoweniger waren es die gestandenen Alt-Fahrer – neben Kröger auch Bernd Diener und Jörg Tebbe –, die die Rennen dominierten und bis auf einige Zweikämpfe kaum Rangwechsel zuließen.

Daneben waren einige technische Ausfälle zu beklagen: Neben Tom Lamek erwischte es auch den in den Vorläufen dominanten Markus Eibl. Eher im Hintergrund hielt sich die europäische Elite: Nur der Brite Appleton schaffte den Sprung ins Finale, musste sich aber weit abgeschlagen mit Platz vier begnügen.

Sandbahnrennen des MSC Eichenring

Die erste Bewährungsprobe bestand auch die neue Speedwaybahn, auf der zum ersten Mal sechs Nachwuchsfahrer in der Junior-C-Klasse um Punkte für die Norddeutsche Meisterschaft kämpften. Sie zeigten nicht nur, dass der MSC Eichenring sich um talentierten Nachwuchs kümmert, sondern auch, dass jenseits von B- und internationaler Lizenz packende Rennen gefahren werden.

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