Fußball-Kreis will bis Ende Juni spielen / „Ohne würden wir nichts hinkriegen“

Saisonverlängerung ist notwendig

Am 27. Oktober fand zwischen dem TuS Bothel und der SG Unterstedt die bis dato letzte Partie in der Fußball-Kreisliga statt. Danach ging das Licht überall aus. Wann wieder gespielt werden kann, ist derzeit völlig ungewiss, dass die Saison verlängert wird, aber quasi fix.
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Am 27. Oktober fand zwischen dem TuS Bothel und der SG Unterstedt die bis dato letzte Partie in der Fußball-Kreisliga statt. Danach ging das Licht überall aus. Wann wieder gespielt werden kann, ist derzeit völlig ungewiss, dass die Saison verlängert wird, aber quasi fix.

Rotenburg – Februar, März, April oder noch später? Obgleich derzeit völlig ungewiss ist, wann der Ball aufgrund der Corona-Pandemie in den Fußball-Spielklassen der Region wieder rollen kann, scheint eines auf Kreisebene schon jetzt unumstößlich zu sein. „Ohne eine Saisonverlängerung würden wir gar nichts hinkriegen“, legt sich der Vorsitzende des Spielausschusses, Frank Michaelis aus Lauenbrück, in Bezug auf die Kreisliga sowie die 1. und 2. Kreisklassen bereits fest. Dort sind nach der Einfachrunde noch Auf- und Abstiegsrunden geplant. Diese müssen womöglich gekappt werden.

„Kaffeesatzleserei“ – so nennt Michaelis die Gedankenspiele. Dennoch kommt auch sein Ausschuss nicht drumherum, über die Fortführungsmodelle zu sinnieren. Vor wenigen Tagen haben sie es getan. Die Fakten für die 16 Teams starke Kreisliga: Von 120 Spielen (also 15 Spieltagen) der Einfachrunde wurden seit Saisonbeginn Anfang September bisher erst 40 absolviert. Die letzte Partie bestritten am 27. Oktober abends der TuS Bothel und die SG Unterstedt – seither blieb das Licht allerorten aus. Sechs Spieltage fielen komplett aus, drei stünden laut Plan ohnehin noch im März an. Hinzu kommen weitere vereinzelte Nachholspiele. Während Spitzenreiter SV Anderlingen mit der Maximalausbeute von 18 Zählern ebenso auf sechs ausgetragene Spiele kommt wie die direkten Verfolger TSV Groß Meckelsen und SG Unterstedt, trat der TuS Tarmstedt erst ganze dreimal an und müsste somit noch zwölf Spiele bestreiten! Fünf weitere Teams waren erst viermal im Einsatz.

„Der allergünstigste Fall wäre es, wenn es Mitte März wieder losgehen würde und wir dann die Saison bis mindestens Ende Juni verlängern würden“, sagt Michaelis. Dann blieben immerhin 16 Wochenenden. „Dann könnten wir es vielleicht mit Ach und Krach und ein paar Spieltagen in der Woche so hinkriegen wie geplant.“ Sprich: mit Auf- und Abstiegsrunde. Recht daran glauben mag der Ausschussvorsitzende jedoch nicht.

Er geht vielmehr davon aus, dass vor Ende März nichts passieren wird. Und dann käme die Alternative ohne Auf- und Abstiegsrunde womöglich zum Tragen, sodass der Meister und Aufsteiger bereits nach der Einfachrunde feststehen würde. Die Ausschreibung lässt das zu, dort steht vorneweg unter den Durchführungsbestimmungen, dass sich der Spielausschuss vorbehält, „im Falle eines erheblich verzögerten Beginns der Saison, bei Unterbrechung sowie bei Abbruch der Saison wegen behördlicher Verfügungslage, abweichende Beschlüsse bezüglich Spielsystem sowie Auf- und Abstieg zu treffen“.

Dass bis weit in den Juni hinein gespielt werden muss, scheint dabei klar. Dass am 11. Juni die Europameisterschaft losgeht, spielt für Michaelis keine Rolle: „Ich glaube, dass es niemanden interessiert, wenn nebenbei die EM stattfindet.“ Selbst eine weitere Ausdehnung bis in den nächsten Monat hinein schließt er nicht aus. Ein Vorteil: Die Sommerferien beginnen 2021 erst am 22. Juli. Aber selbst ein Überschneiden wäre für Michaelis denkbar und „kein Tabu“.

In den 1. und 2. Kreisklassen stellt sich die Situation ähnlich dar, in den 3. und 4. Kreisklassen sowie im Seniorenbereich, wo Hin- und Rückspiele angesetzt sind, sind die Staffeln deutlich kleiner, sodass die Planer dort weniger Probleme befürchten. „Inwiefern wir dann noch den Pokal reinbasteln, muss man sehen. Von der Priorität her sind die Punktspiele am wichtigsten“, betont er. Von Neuansetzungen sehen die Staffelleiter zurzeit jedoch ab. „Das macht gar keinen Sinn. Wenn wir wissen, dass es wieder losgeht, sind wir in der Lage, innerhalb weniger Tage, den Spielplan reinzuzimmern“, verspricht der Lauenbrücker.

Von Matthias Freese

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