ANPFIFF - Oberliga

Neue Trikots: Der RSV will in der Oberliga nicht nur optisch auffallen

Der Kader des Rotenburger SV (v.l.): Noel Lohmann, Ben Zeigler, Arthur Bossert, Joshua Knipp, Yannik Funck, Tobias Kirschke, Atilla Iscan, Marcello Muniz, Lucas Chwolka, Tom Knaak, Stefan Denker, Jeroen Gies, Yannick Chwolka, Björn Mickelat, Louis Kirmeier, Björn Hakansson, Jan Friesen, Marcel Marquardt, Max Friesen, Luca Althausen und Peter Bolm.
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In V-Formation und neuen weinroten Trikots – der Rotenburger SV der Saison 2021/2022 mit (v.l.): Noel Lohmann, Ben Zeigler, Arthur Bossert, Joshua Knipp, Yannik Funck, Tobias Kirschke, Atilla Iscan, Marcello Muniz, Lucas Chwolka, Tom Knaak, Stefan Denker, Jeroen Gies, Yannick Chwolka, Björn Mickelat, Louis Kirmeier, Björn Hakansson, Jan Friesen, Marcel Marquardt, Max Friesen, Luca Althausen und Peter Bolm.

Alles anders: In der neuen Oberliga-Saison wird der RSV nicht nur in Weinrot auflaufen. Erstmals wurde auch ein Ausrüstervertrag geschlossen.

Rotenburg – Es war zu Beginn der Vorbereitung auf die neue Saison, als Björn Mickelat mal wieder einen raushaute. „Wir sind der längste Landesliga-Meister aller Zeiten“, stellte er ebenso stolz wie treffend fest. Der mit seinen mittlerweile 40 Jahren älteste Spieler der gesamten Fußball-Oberliga muss es wissen – er hütete schließlich in der Corona-Pause die Meisterplakette des Rotenburger SV, die es für den Titelgewinn 2020 gab. Wegen des Saisonabbruchs gab es bekanntlich noch keinen Nachfolger.

In der Oberliga trug der Aufsteiger seine Trikots mit dem „100-Jahre-Logo“ bis zum Lockdown nur acht Mal und lag mit sechs Punkten auf Rang sieben. Zur neuen Spielzeit kommen die Wümmestädter optisch „generalüberholt“ daher. Eine Rückkehr in Weinrot, abgesetzt mit knallroten Streifen. Erstmals hat der RSV einen Ausrüstervertrag abgeschlossen – künftig läuft er in Trikots der Marke Puma auf. „Es ist das erste Mal, dass die Ausrüster auf uns zugekommen sind“, erzählt Trainer Tim Ebersbach und spricht von „guten Konditionen“. Angeblich soll sogar ein Freundschaftsspiel gegen ein Profiteam zu den Vertragsinhalten gehören.

Ganz bewusst haben sich die Rotenburger dabei für weinrote Trikots entschieden. „Im Umkreis von 100 Kilometern spielt kein Verein in der Farbe“, spricht Ebersbach von einem „Alleinstellungsmerkmal. Wir möchten uns damit abheben. Wir wollten bewusst etwas finden, was du sofort als Rotenburger Trikot erkennst.“ Und nicht nur die Oberliga-Elf soll künftig in dieser Farbgebung auflaufen. „Das wird die Kollektion für den gesamten Verein, runter bis zur zweiten F-Jugend“, erzählt der Coach, der federführend eingebunden war.

Stenogramm

Rotenburger SV

Weggänge: Michel Müller (eigene Zweite), Luca Andresen (Karriereende), Leon Arizanov (Ziel unbekannt), Daniel Reuter (TSV Ottersberg), Julian Paul (TSV Bassen), Tim Potratz (Karriereende)

Zugänge: Jeroen Gies (1. FC Lok Leipzig), Joshua Knipp (VfB Lübeck II), Marcel Marquardt (TuS Heidkrug), Louis Kirmeier (MTV Soltau), Alexander Stripling (eigene U 18), Björn Hakansson (FC Oberneuland/zur Winterpause), Ben Zeigler (JFV RWD Rehden/während der vergangenen Saison).

Kader: Tor: Jeroen Gies, Tom Knaak, Alexander Stripling - Abwehr: Christoph Drewes, Jannik Niepel, Sämi van den Berg, Joshua Knipp, Yannik Funck, Yannick Chwolka, Björn Hakansson - Mittelfeld: Tobias Kirschke, Marcello Muniz, Lucas Chwolka, Stefan Denker, Noel Lohmann, Ben Zeigler, Louis Kirmeier, Marcel Marquardt, Max Friesen, Luca Althausen - Angriff: Arthur Bossert, Atilla Iscan, Björn Mickelat, Jan Friesen, Peter Bolm.

Trainer: Tim Ebersbach.

Co-Trainer: Christoph Drewes.

Torwarttrainer: Lars Neugebauer.

Sportlicher Leiter: Torsten Krieg-Hasch.

Betreuer: Jörg Matthies.

Teammanager: Alexander Bese.

Physiotherapeut: Pascal Hein.

Saisonziel: Klassenerhalt.

Favoriten: Blau-Weiß Lohne, Heeslinger SC, SC Spelle-Venhaus.

Zu Hause also ein weinroter Dress mit goldenem Flock auf dem Rücken, auswärts erstmals gelbe Shirts mit weinrotem Flock. Gelb auch deshalb, weil die Farbe im Stadtwappen auftaucht „und in Anlehnung an den Rotenburger Löwen“, dem Maskottchen, erklärt Ebersbach die Philosophie dahinter.

Nun machen schicke Trikots aber noch längst keine erfolgreiche Mannschaft. Das wissen sie auch beim RSV. Präsident Peter Grewe meint beim Blick auf die Kaderzusammenstellung und den Klassenerhalt als Ziel jedoch: „Ich bin da ganz optimistisch.“ Auch Ebersbach findet: „Uns ist keine Qualität aus der ersten Elf abhandengekommen. Wir haben einen stärkeren Kader als im vergangenen Jahr. Hätten wir mit diesem in der vorigen Saison gespielt, wäre mir nicht bange gewesen, den einen oder anderen zu pflücken.“ Allerdings hätten sich nun auch die Kontrahenten „wahnsinnige individuelle Qualität eingekauft. Das ist schon heftig“, meint der Coach, der bereits in sein fünftes Jahr geht.

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Auch wenn der RSV deshalb eher ein Kandidat für die Abstiegsrunde bleibt, muss er den Wettbewerb nicht scheuen. Das liegt daran, dass er einen der besten Keeper im Tor stehen hat. Der Deutsch-Holländer Jeroen Gies kommt nicht nur als sächsischer Pokalsieger vom Regionalligisten 1. FC Lok Leipzig, er sammelte zuvor beim SV Meppen sogar Drittliga-Erfahrung. „Das ist natürlich die Hoffnung hinter diesem Transfer, dass er uns auch mal das eine oder andere Spiel rettet“, sagt Ebersbach über den 26-jährigen Botheler. Ein weiterer Startelf-Anwärter kam bereits im Winter – und stammt ebenfalls aus der Region, gar aus Rotenburg. Björn Hakansson (23) verließ den Regionalligisten FC Oberneuland, um beim RSV künftig die Position des linken Außenverteidigers zu besetzen. „Jeroen und Björn sind beides Kandidaten, bei denen man von vornherein von einer Führungsrolle redet“, erklärt der Coach.

Gute Chancen auf die erste Elf besitzt aber auch der erst 20-jährige Marcel Marquardt, der bisher lediglich in der Bezirksliga beim TuS Heidkrug Erfahrungen sammelte. „Er kann es zeitnah packen, hat eine hohe Laufbereitschaft und verteidigt sehr ballnah“, urteilt Ebersbach, der Marquardt bereits im Pokalspiel gegen den TB Uphusen von Beginn an aufbot. Mit Joshua Knipp aus Lauenbrück verpflichtete der RSV zudem einen weiteren Spieler, der aus dem Kreis kommt und im Jugendbereich schon beim HSV war. Der Außenverteidiger stand zuletzt beim VfB Lübeck II im Oberliga-Kader.

„Wir werden gezielt schauen, ob noch was vom Baum fällt – wir wären nicht abgeneigt, aber es macht nur Sinn, wenn es jemand ist, der von der Qualität her ein Kandidat für die erste Elf ist“, betont Ebersbach, der eine veränderte Ausrichtung anstrebt und eine taktische Flexibilität ankündigt: „Wir wollen mutiger spielen. Vergangenes Jahr haben wir uns mit der Fünferkette hinten mitunter verrammelt. Mittlerweile haben wir einen anderen Anspruch und wollen nicht mehr so tief am eigenen Sechzehner stehen.“

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