RSV-Youngster spielt beim 2:1 gegen Arminia Hannover groß auf – doch die neuen Schuhe schmerzen

Iscans besonderes Hackengefühl

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Mathis Wulff (am Ball, gegen Jan Reuter) zeigte eine sehr solide Partie auf der rechten Abwehrseite.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Diesen Scherz mit dem Schmerz wollte sich Lukas Mensing einfach nicht verkneifen. „Neue Schuhe oder was?“, fragte der Ersatzkeeper des Rotenburger SV den ausgewechselten Atilla Iscan doppeldeutig. Der Offensivspieler von der linken Seite hatte zuvor maßgeblichen Anteil daran gehabt, dass seine Wümme-Elf im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga zu einem 2:1 (2:1)-Heimsieg über Arminia Hannover gekommen war. Ein Tor erzielte er selbst, das zweite durch Tim Ebersbach bereitete er per Hacke vor – doch am Ende schmerzten die Füße, sodass ihn Coach Jan Fitschen ihn erlöste.

„Atilla hatte Hackenprobleme. Er hat neue Schuhe“, bestätigte Fitschen. In den rot-weißen „Tretern“ ist nicht nur Iscan drin, es steht jetzt auch Iscan drauf. Und der Youngster aus Verden lieferte in ihnen ein wirklich starkes Spiel ab. So stark, dass sein Trainer bereits bemerkte: „Wenn der Junge ins Rollen kommt, ist er eine Maschine. Athletisch ist er noch besser als Marcel Costly.“ Auch Kapitän Tim Ebersbach betonte, wie gerne er mit ihm zusammenspiele. „Auch wenn er noch lernen muss, die einfachen Situationen zu behaupten, für sein Alter antizipiert er sehr gut.“

Ebersbach und Iscan bildeten gegen Hannover das Erfolgsduo des RSV. Hatten die Gäste in der 17. Minute noch durch Björn Masur das 1:0 erzielt, folgte die passende Antwort quasi mit dem nächsten Angriff. Ebersbach bediente Iscan halblinks im Sechzehner – und der schlenzte den Ball gefühlvoll und sehenswert zum 1:1 ins Tor von Keeper Maximilian Braasch (19.). Mit der zweiten Chance der Partie gelang dem effektiven RSV letztlich bereits der Siegtreffer. Ausgangspunkt war eine Flanke von Dragan Muharemi, die Iscan mit der angehobenen Hacke perfekt auf Ebersbach weiterleitete – aus 16 Metern fackelte der Kapitän nicht lange (37.).

Fast hätte dieses Duo für einen dritten Streich gesorgt, als Iscan flankte, Ebersbach aber nur den Pfosten traf (49.). In der Schlussphase taute auch Stürmer Bekim Murati zusehends auf, erst parierte Braasch seinen Weitschuss (85.), dann verpasste der eingewechselte Servet Kizilboga sein Zuspiel, unmittelbar danach setzte er einen 16-Meter-Schuss knapp am Kasten vorbei (86.).

Zwar drängte Hannover auf den Ausgleich, doch wenig effektiv. „Defensiv haben wir gut gearbeitet“, fand Fitschen. Insbesondere Außenverteidiger Mathis Wulff gefiel. Und auch die Umstellung auf ein 4-2-3-1-System behagte dem RSV nach kurzer Anlaufzeit.

Dennoch ist der Kampf gegen den Abstieg weiterhin ein fast aussichtsloser. Der Abstand zu den rettenden Rängen beträgt immer noch stattliche neun Punkte. „Man muss es realistisch sehen: Wir sind in jedem Spiel Außenseiter. Aber wenn wir mal ein, zwei Wochen alle Mann im Kader haben, dann haben wir auch eine gewisse Qualität“, ist Ebersbach überzeugt. Den Beweis lieferte sein Team jetzt ab.

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