RSV-Torwart trainiert beim Ligakonkurrenten TV Jahn Schneverdingen mit

Attia vorm Absprung

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Karim Attia (links) wird den Rotenburger SV in Richtung Schneverdingen verlassen. Damit hat der RSV mit Henner Lohmann nur noch einen Keeper im Kader.

Rotenburg - Von Julian Diekmann. Wenn alles nach Plan läuft, wird Karim Attia, zurzeit noch zweiter Keeper hinter Henner Lohmann beim Fußball-Landesligisten Rotenburger SV, zur Rückrunde für die zweite Mannschaft des TV Jahn Schneverdingen in der Kreisliga auflaufen. „Mir wurde von Vereinsseite zugesichert, dass ich die Freigabe erhalte“, sagt Attia.

Für Irritationen sorgte am Montagabend allerdings, dass Attia eigentlich am Auftakttraining der ersten Mannschaft des TV Jahn Schneverdingen teilnehmen wollte. „Ja, es ist richtig, dass Karim am Montag mittrainieren sollte. Das Training fiel aber aufgrund der Witterung aus. Richtig ist aber auch, das Karim nicht für die erste Mannschaft vorgesehen ist, sondern für das zweite Team“, erklärt Klaas Rathjen, Trainer der ersten Schneverdinger Mannschaft: „Wir haben aktuell personelle Probleme auf der Torwartposition und Karim soll in der Vorbereitung ‚nur‘ bei uns aushelfen. Wenn die Rückrunde startet, wird Karim nicht der ersten Mannschaft angehören.“

Allerdings liegt der Pass von Attia laut RSV-Spielausschussobmann Jörg Matthies noch beim Rotenburger SV. Bisher liege noch keine Freigabe vor, so Matthies. „Ich habe den Pass aber am Mittwoch bei Geschäftsführer Joschka Kleber abgegeben. Er muss nun über die Freigabe entscheiden“, erklärt der Spielausschussobmann.

„Ich gehe aber davon aus, dass alles seinen geregelten Gang nehmen wird“, sagt Attia, der sich bereits auf den Wechsel eingestellt hat: „Mir wurde von der Vereinsseite zugesichert, dass ich zur Rückrunde meine Freigabe erhalte. Ich nehme mal an, dass ich den Pass in den kommenden Tagen ausgehändigt bekomme.“

Bereits vor rund zwei Monaten hatte Attia ein Gespräch mit RSV-Coach Jan Fitschen geführt. Dabei hatte der Keeper Fitschen auch seine Beweggründe für einen Wechsel dargelegt. „Der Aufwand beim Rotenburger SV ist mir einfach zu groß. Ich wohne in Schneverdingen und muss in der Vorbereitung sechs Mal die Woche nach Rotenburg fahren. Zudem bin ich momentan beruflich sehr eingespannt. Außerdem ist in Rotenburg alles sehr auf Leistungssport ausgerichtet. In meiner momentanen Verfassung kann ich die Erwartungen aber einfach nicht erfüllen“, erklärt Attia seine Wechselabsichten. Er wolle jetzt erst einmal wieder in der Kreisliga Fuß fassen. „Ich habe mich mit Schneverdingen auf eine Zusammenarbeit bis zum Sommer geeinigt. Dann schauen wir weiter“, so Attia.

Jan Fitschen kann die Wechselgründe seines Keepers gut verstehen, auch wenn er Attia ungerne abgeben möchte. „Für uns ist es natürlich schade, weil wir einen zweiten Torwart verlieren. Zudem ist er ein super Typ und hat gut in die Mannschaft gepasst. Dennoch wünsche ich Karim alles Gute.“

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