Corona-Maßnahmen im Fußball

RSV-Tickets nur im Vorverkauf - Fans in Sottrum und Visselhövede benötigen Stühle

Die Maske gehört mittlerweile zur Ausstattung eines jeden Zuschauers beim Sportplatzbesuch dazu. Aber damit allein ist es längst nicht überall getan.
+
Die Maske gehört mittlerweile zur Ausstattung eines jeden Zuschauers beim Sportplatzbesuch dazu. Aber damit allein ist es längst nicht überall getan.

Rotenburg – Für Fußballvereine und ihre Zuschauer beginnt am Wochenende eine neue Zeitrechnung. Seit der Corona-Krise ist vieles nicht mehr so wie früher. Zum Start der neuen Saison müssen sich die Besucher auf den Amateurplätzen mit Einschränkungen und einigen Veränderungen arrangieren, wollen sie live dabei sein. Am weitesten geht wohl der Oberliga-Aufsteiger Rotenburger SV. Karten für seine Heimspiele gibt es nur noch im Vorverkauf. Die Bezirksligisten TV Sottrum und VfL Visselhövede fordern die heimischen und auswärtigen Fans indes dazu auf, Stühle mitzubringen.

Der RSV hat lange überlegt, wie er den Ticketverkauf regelt. 240 Sitzplätze stehen im Ahe-Stadion zur Verfügung – „mehr dürfen definitiv nicht rein“, betont Präsident Peter Grewe. Deshalb hat sich der Verein entschieden, Tickets nur im Vorfeld anzubieten und hierfür zwei Vorverkaufsstellen einzurichten – ab Montag gibt es die nummerierten Karten im Info-Büro der Stadt im Rathaus sowie bei Jette C (Große Straße 22). Da die Tribünenbereiche in sechs Zonen aufgeteilt sind, ist auf den Tickets auch der entsprechende Block vermerkt. Im ersten Heimspiel am 12. September gegen den Heeslinger SC werden übrigens rund 40 Karten (ein Block) an Gästefans abgegeben – die Verteilung erfolgt über den Heeslinger SC. Grundsätzlich gilt: Zunächst muss sich jeder Zuschauer mit seinen Daten auf einem Kontaktformular eintragen und erhält dazu ein Merkblatt mit Corona-Verhaltensregeln. Auch Dauerkarten-Inhaber und Schiedsrichter, die freien Eintritt haben, müssen die Vorverkaufsstellen aufsuchen. Nur falls Karten übrig bleiben, werden diese noch am Spieltag verkauft – und zwar im Sportlerheim.

Weiterhin auf die Tageskasse setzt der TV Sottrum, der am 13. September gegen RW Achim startet. Allerdings verweist der Bezirksligist darauf, dass er seine Tribüne sperrt und Zuschauer nur auf das Sportgelände lässt, wenn diese ihre eigene Sitzgelegenheit dabei haben – das hat er per E-Mail auch allen Gegnern mitgeteilt. „Wir können nicht über Monate Stühle mieten – das ist zu teuer“, erklärt Abteilungsleiter Thomas Holzkamm. Bei mehr als 50 Zuschauern ist es laut Verordnung verpflichtend, das Spiel sitzend zu verfolgen.

Datenerfassung in Sottrum per QR-Code möglich

In Sottrum gibt es übrigens die Möglichkeit, seine Daten per QR-Code am Eingang einzugeben – hierfür wird der Code per Handy eingescannt. „Das funktioniert einwandfrei“, betont Holzkamm nach ersten Versuchen. „Und es entzerrt das Aufkommen am Eingang.“ Dieser wird am Kassenhäuschen sein, der Ausgang erfolgt dann über den benachbarten Bolzplatz.

Auch der VfL Visselhövede hat Vorkehrungen vor dem Start gegen den TV Oyten am Sonntag getroffen. Der Einlass ist nur über die Parkplatzseite möglich, das Tor zur Celler Straße hin geschlossen. Die Heidestädter haben rund 100 Stühle vor Ort, appellieren aber trotzdem eindringlich an die Zuschauer, ihren eigenen Sitz mitzubringen. Eine Platzbeschränkung soll es auch hier nicht geben, die Tribünenränge sind aufgrund der Abstandsregeln aber limitiert.

Gegner sollen über Maßnahmen informiert werden

Die Bezirksliga-Kontrahenten handhaben es unterschiedlich. Während beispielsweise der TSV Bassen seine Zuschauer ebenfalls auffordert, eigene Sitzgelegenheiten mitzubringen, hält Aufsteiger TSV Fischerhude/Quelkhorn für rund 150 Besucher Stühle und Bänke vor. Eine Vorgabe vonseiten des Verbandes gibt es nicht. „Jeder Verein muss für sich entscheiden, welche Möglichkeiten er hat“, sagt Staffelleiterin Claudia von Kiedrowski. „Und jeder Verein sollte den Gegner informieren, wie er so ein Spiel gestaltet.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Dämpfer für PSG und Chelsea zum Start der Champions League

Dämpfer für PSG und Chelsea zum Start der Champions League

Mit dem Kart mitten durch die Wohnung

Mit dem Kart mitten durch die Wohnung

Die Schätze der zyprischen Küche in Larnaka genießen

Die Schätze der zyprischen Küche in Larnaka genießen

Ist ein Fahrradschutzbrief sinnvoll?

Ist ein Fahrradschutzbrief sinnvoll?

Meistgelesene Artikel

Rassismus-Vorwurf in der Kreisklasse

Rassismus-Vorwurf in der Kreisklasse

Rassismus-Vorwurf in der Kreisklasse
Priorität bleibt beim Fußball

Priorität bleibt beim Fußball

Priorität bleibt beim Fußball
Der „alte Mann“ und das Mehr: Björn Mickelat mischt mit fast 40 Jahren die Oberliga auf

Der „alte Mann“ und das Mehr: Björn Mickelat mischt mit fast 40 Jahren die Oberliga auf

Der „alte Mann“ und das Mehr: Björn Mickelat mischt mit fast 40 Jahren die Oberliga auf
Vierfacher Corona-Verdacht: „Vissel“ verzichtet auf die Punkte und tritt nicht an

Vierfacher Corona-Verdacht: „Vissel“ verzichtet auf die Punkte und tritt nicht an

Vierfacher Corona-Verdacht: „Vissel“ verzichtet auf die Punkte und tritt nicht an

Kommentare