RSV-Stürmer heute Abend beim 4:1-Pokalsieg zweifacher Torschütze / Puhmann „zündet“

Yilmaz setzt Ottersberg schwer zu

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Dynamisch in die Zweikämpfe: Ferdi Yilmaz (r.) brachte seine ganze Physis ein und belohnte sich mit zwei Toren. Hier setzt er sich gegen Alexander Huhn durch.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Der Rotenburger SV hat dem TSV Ottersberg heute Abend im Oberliga-Duell des NFV-Pokals eindrucksvoll gezeigt, wie Derby geht! Mit einem 4:1 (2:1)-Sieg vor 225 Zuschauern im heimischen Ahe-Stadion zog die Elf von Coach Jan Fitschen ins Achtelfinale ein und hinterließ verunsicherte Gäste zurück. Der RSV muss nun in der nächsten Runde am 6. August beim neuen Klassenpartner Teutonia Uelzen antreten.

Ottersbergs Coach Axel Sammrey war überraschend ruhig bei seiner Analyse, aber dennoch gewohnt pointiert: „Mit tut es für unseren Keeper Leon-Paul Seeger unheimlich leid, weil er im Stich gelassen wurde. Wir hatten einige Ausfälle im Defensivbereich, da hat es nicht funktioniert“, kritisierte er und nahm seinen für manchen Beobachter unerwartet wieder zum Kader gehörenden Außenverteidiger Yoshida Eishun besonders unter Beschuss: „Heute wäre ich froh gewesen, wenn er nicht dabei gewesen wäre.“

Dabei hatten die Gäste eindeutig die Anfangsphase gegen tief stehende und noch unsichere Rotenburger dominiert. „Bis zum 0:1 war das richtig stark“, fand Sammrey. Doch mit der Führung – gleichzeitig die erste Chance des RSV – wendete sich das Blatt komplett. Schön vorbereitet von Stürmer Ferdi Yilmaz, vollendete Herman Puhmann in der 14. Minute. „Endlich zündet der Junge mal“, kommentierte Fitschen den Treffer. Der Trainer-Novize gab ohnehin pausenlos Kommandos, die seine Mannen zunehmend besser umsetzten. Während die Abwehr solide stand, war vor allem Ferdi Yilmaz als nimmermüde Spitze ein echter Gewinn und der beste Mann auf dem Feld. „Er hat ein geiles Spiel gemacht“, fand auch Kapitän Tim Ebersbach. Und Fitschen bemerkte über das 22-jährige Kraftpaket: „Der Junge hat Potenzial, er muss nur mit seiner Physis erstmal die Grundtugenden ins Spiel werfen. Dann ist er Gold wert.“ Zwar gelang Ottersberg der zwischenzeitliche Ausgleich, weil Alexander Arnhold das Kopfballduell gegen den sonst souveränen Ebersbach gewann (31.), doch brachte Yilmaz mit einem 20-Meter-Kracher unter die Latte den RSV direkt vor der Pause wieder in Führung.

Als in der 52. Minute Jelle Röben mit einem sehenswerten Schlenzer aus 18 Metern auf 3:1 erhöhte, blieb die Gegenwehr des Wümme-Rivalen nahezu aus. Kapitän Benedetto Muzzicato versuchte zwar, seine Mitspieler anzutreiben und übernahm von der Sechser-Position bis zur hängenden Spitze jeden Job – doch ohne Effektivität. Patrick Peters Schuss war die einzige Chance der Ottersberger (60.), die sogar noch den vierten Treffer kassierten. Übrigens nach der ersten RSV-Ecke! Vorausgesagt zudem von Coach Fitschen. Yilmaz drückte am zweiten Pfosten lauernd die Vorlage von Kevin Klützke mit dem Kopf ins Netz. „Was habe ich gesagt? Genau so haben wir es geübt“, freute sich Fitschen über die erfolgreiche Umsetzung. Axel Sammrey blieben da nur anerkennende Glückwünsche: „Rotenburg hat es taktisch richtig gut gemacht“, stellte er etwas neidisch fest.

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