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Rotenburger SV regeneriert vor dem Spiel gegen Tündern

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Von: Hendrik Denkmann

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Pascal Hein behandelt Joel Schallschmidt am Seitenrand des Sportplatzes in Uphusen.
Stets mit Rat und Tat zur Stelle: Physiotherapeut Pascal Hein – hier mit Stürmer Joel Schallschmidt – ist bei jedem Training und Spiel des RSV dabei. © Freese

Der RSV bestreitet drei Spiele in neun Tagen. Da steht das Thema Belastungssteuerung im Mittelpunkt. Tim Ebersbach und Physio Pascal Hein sprechen über die Situation.

Rotenburg – In den Interviews und Pressekonferenzen der Fußballbundesligisten heißt es nahezu jedes Mal: „Wir müssen von Spiel zu Spiel denken.“ Anders ist es aktuell beim Oberligisten Rotenburger SV in der Abstiegsrunde. Dort nämlich steht für die Mannen von Tim Ebersbach am Donnerstag (18.30 Uhr) das zweite von insgesamt drei Spielen innerhalb von nur neun Tagen an. Da geht der Blick schon mal auf einen größeren Zeitraum. Zu Gast im Ahe-Stadion ist der HSC Blau-Weiß Schwalbe Tündern. „Da kommt es im Moment auf die Belastungssteuerung an“, weiß auch der Coach der Wümmestädter.

Den Auftakt machte der RSV mit dem Auswärtsauftritt am vergangenen Sonntag beim FC Eintracht Northeim. Am Ende hieß es dort 3:0. „Dass wir auswärts den Dreier holen, gibt uns zusätzlich Luft“, meint Ebersbach, der bereits mit seiner Mannschaft mitten in der Vorbereitung auf das Spiel gegen Tündern steckt.

Hein appelliert an Eigenverantwortung

Voller Terminkalender also beim RSV rund um Ostern. „Man merkt den Spielern die Belastung natürlich schon an und bei manch einem Spieler zwickt es schon mal mehr. Dass ich mir jetzt aber um vermehrte Verletzungen Sorgen mache, ist eher nicht der Fall. Das geht dann allerdings auch etwas in die Eigenverantwortung der Spieler“, appelliert Physiotherapeut Pascal Hein. Die scheint bei den RSV-Kickern aber ohnehin sehr hoch zu sein, verrät Ebersbach: „Attila Iscan musste zum Beispiel am Montag länger arbeiten, konnte die Regenerationseinheit deshalb nicht wahrnehmen und wollte aber individuell einen Lauf machen.“ Zeitgleich schwammen und saunierten die Teamkollegen im Ronolulu. Auch das Programm am Sonntag sei schon bewusst umgestellt worden, um gerade bei den Jungen die Müdigkeit nach der langen Busfahrt rauszubekommen. Mit Erfolg: „Die Jungs waren in den ersten Minuten fit und wach“, freut sich Ebersbach.

Der Plan für den Rest der Woche liegt ebenfalls schon fertig auf dem Tisch. Ehe am Mittwoch frei ist, werde beim Training am Dienstag darauf geachtet, dass das Team nach einem gemeinsamen Beginn gesplittet werde. „So können wir die Jungs, die zuletzt viel gespielt haben, ein bisschen rausnehmen“, erklärt der RSV-Coach, der damit ein klares Ziel verfolgt: „Wir wollen immer nach oben gucken und schauen, wie die Spitzenteams der Liga es machen. Da gehört die Splittung fest dazu.“ Auch Ruhetage wie der Karfreitag und Individualläufe mit verschiedenen Intensitäten am Wochenende sind vor allem in dieser Woche ein Thema, das Ebersbach bewusst umsetzt. Damit wolle er größere Blessuren am Ostermontag im Auswärtsspiel beim MTV Wolfenbüttel vermeiden.

Ebersbach setzt auf Geduld und individuelle Qualität

Auch wenn die derzeit bei den Spielern häufiger auftreten, meint Hein: „Besonders vor dem Training wird der ein oder andere noch mal wieder aufgelockert. Auch vor den Spielen werden Dinge wie Kinesiotapes, Stabitapes und auflockern der Muskulatur vermehrt in Anspruch genommen.“ Gut, wenn Vereine wie der RSV einen derart engagierten Physiotherapeuten in den eigenen Reihen haben: „Ich bin sieben Tage die Woche für die Jungs erreichbar und das wissen die auch. Sie können sich somit jederzeit melden. Zusätzlich bin ich zweimal die Woche beim Training anwesend und bei den Spielen.“

Die Taktikplanungen und das Sammeln von Informationen über den kommenden Gegner sind auch im vollen Gang. „Wir haben viele Infos zu Tündern bekommen und wissen daher, dass sie oftmals defensiv kompakt stehen und auf Konter aus sind. Deshalb punkten sie auch eher auswärts“, weiß Ebersbach und warnt in dem Zug vor allem vor Robin Tegtmeyer und Sören Vespermann. Der RSV-Coach schätzt zudem, dass Tündern befreit aufspielen wird, da sich der abgeschlagene Tabellenletzte bereits mit dem Abstieg abgefunden hätte. „Es wird also kein Selbstläufer. Aber wir haben auch nicht den besonderen Druck und können vorne die individuelle Qualität nachlegen. Wir brauchen zudem einfach Geduld“, sagt Ebersbach und hofft auch auf den Einsatz der angeschlagenen Verteidiger Björn Hakansson und Sämi van den Berg. Vor allem Erstgenannter habe einen wahnsinnig guten Offensivdrang, den der RSV gegen Tündern benötige.

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