Coach Ebersbach warnt vor Angstgegner Emmendorf

RSV-Rotation zwischen den Pfosten?

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„Ich habe noch nie so über ein Tor gejubelt“, erzählt Coach Tim Ebersbach, der in der Partie gegen Eintracht Lüneburg aufs Feld gerannt war, um gemeinsam mit Michel Müller dessen Treffer zu feiern.

Rotenburg – „Langsam gehen die Jungs auf dem Zahnfleisch“, gesteht Tim Ebersbach. Deshalb hat sich der Coach des Rotenburger SV unter der Woche etwas Besonderes einfallen lassen: Regeneration im Ronolulu. Ein kluger Schachzug – vor allem wenn man bedenkt, dass sein Team am Sonntag (14 Uhr) mit dem SV Emmendorf einen vermeintlichen Angstgegner vor der Brust hat, der es in der Vergangenheit immer wieder geschafft hat, den Tabellenzweiten der Fußball-Landsliga vor große Probleme zu stellen.

Die Auswärtspartie gegen einen „speziellen Gegner“, wie Ebersbach sagt, hat durchaus Qualität, ein echtes Kampfspiel zu werden. Denn obwohl der Gastgeber aktuell auf dem letzten Tabellenplatz verweilt, ist er nicht zu unterschätzen. „Emmendorf ist nicht nur sehr kopfballstark. Sie haben mit Benjamin Silbermann auch einen Spieler in ihren Reihen, der uns das Leben schon des Öfteren ziemlich schwer gemacht hat“, warnt Ebersbach.

Ausgerechnet in dieser Partie muss der Wümme-Club vermutlich auf einen wichtigen Rückhalt verzichten. Denn hinter dem Einsatz von Torwart Henner Lohmann steht bislang ein großes Fragezeichen. „Wie, wo und wann er sich verletzt hat, wissen wir nicht. Fakt ist: Er kann seinen Fuß momentan nicht gut belasten und hat Probleme, richtig abzurollen“, erklärt Ebersbach. Ein MRT-Termin soll Gewissheit bringen. „Momentan läuft's nur, wenn er Schmerztabletten nimmt – das kann nicht unser Ziel sein“, betont der Coach. „Außerdem macht sich Tom (Knaak, Ersatztorhüter, Anm. der Red.) wirklich gut im Training. Ich hätte also keine Bauchschmerzen, wenn ich ihn aufstellen würde“, so Eberbachs. Die Entscheidung, wer am Sonntag spielt, fällt vermutlich erst beim Abschlusstraining.

Coach gibt Startelfgarantie

Anders sieht's da in der Offensive aus: Nach seinem überragenden Spiel gegen Eintracht Lüneburg hat sich Michel Müller in die Startelf gespielt. „Er hat sich verdientermaßen da vorne eingenistet und ist mehr oder weniger gesetzt“, bestätigt der Coach – „zumindest wenn er nicht noch einen Bock schießt.“ Damit will Ebersbach den 22-Jährigen für seine starke Leistung belohnen.

„Er hat vor allem in den vergangenen Wochen gut gearbeitet“, findet der Trainer, der aber auch die Gesamtentwicklung des Stürmers nur ungern aus den Augen verlieren will: „Er ist ein lieber Junge. Anfangs war Michel bei uns eine Art Klassenclown. Das ist aber Geschichte. Inzwischen ist er aber zum Führungsspieler geworden, auch wenn ihm das manchmal selbst gar nicht so bewusst ist – er wurde aber ja nicht umsonst in den Mannschaftsrat gewählt“, betont Ebersbach. Müllers Stellenwert fürs Team sei unstrittig.

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