RSV-Reserve verliert auch Kellerduell gegen Worpswede 

„Haste Scheiße am Fuß ...“

Rotenburgs Robert Packmor (vorne) hatte im Mittelfeld auf der rechten Seite einige gute Aktionen, die allerdings nicht von Erfolg gekrönt waren. - Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Erst flog das ausgezogene Trikot auf die Tribünenstufen, anschließend pfefferte Daniel Kiel seine Fußballschuhe mit Wucht gegen die Bande des Ahe-Stadions. Die Gemütslage passte zum Ergebnis: Während sich der Angreifer in der Nachsspielzeit – und nur eine Viertelstunde nach seiner Einwechslung – mit Gelb-Rot verabschiedete, unterlagen seine Bezirksliga-Fußballer des Rotenburger SV II im Kellerduell dem FC Worpswede mit 1:3 (1:1) und zieren mit einem Zähler weiter das Tabellenende.

Tobias Delventhal zitierte hinterher Andreas Brehme: „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß“, meinte der lange verletzte Torjäger nach der bitteren Niederlage. Er hätte sie durchaus verhindern können, scheiterte aber unter anderem an der Latte (52.). Noch größere Chancen vergab Sturmpartner Andrej Edel, dessen vermeintlicher Ausgleich zudem wegen eines angeblichen Fouls an Worpswedes Keeper Ruven Voß keine Anerkennung bei Referee Nils Hammann (BSV Belsen) fand (60.).

Edel hatte immerhin für die frühe Führung gesorgt, als er nach einem Pass von Kay Slominski frei auf Voß zugegangen war und eingeschoben hatte (4.). „Und dann haben wir fünf Minuten gepennt“, ärgerte sich Coach Bernd Santl. Genau genommen waren es nur 90 Sekunden, in denen Worpswede das Spiel dank eines luschigen Abwehrverhaltens drehte. Beim Ausgleich durfte Julian Webendörfer ungehindert von rechts auf den ebenso freien Brian Manske flanken (32.), bei der Gäste-Führung griffen Alexander Nitz und Keeper Rüdiger Greve nicht wirklich gegen Lars Rieken ein (34.).

Die Mannen aus dem Künstlerdorf leisteten der RSV-Reserve in der zweiten Hälfte sogar Hilfestellung, indem sie sich selbst schwächten – Younus Sow sah nach einer Tätlichkeit gegen Dominik Reuter Rot (68.). Doch statt die Überzahl zu nutzen, fing sich die Wümme-Elf zwei Minuten später das 1:3 nach einem feinen Schuss von Moritz Grotheer, dem ein Stellungsfehler von Jewgenij Teichreb vorausgegangen war.

Trotz der Niederlage wirkte Coach Santl nicht allzu niedergeschlagen. „Die Mannschaft hat eine engagierte Leistung gezeigt und es nicht verdient, als Verlierer vom Platz zu gehen“, lobte er den kämpferischen Einsatz, dem eine schwache Chancenverwertung und eine zu unsortierte Defensive gegenüberstanden. An Rücktritt denkt der Ex-Profi übrigens nicht: „Aus welchem Grund sollte ich hinschmeißen? Wir wussten, dass es ein hartes Jahr wird. Und bist du Dritter, machst du die Dinger rein.“

Terror in Istanbul: Die meisten Opfer sind Polizisten

Terror in Istanbul: Die meisten Opfer sind Polizisten

Bereits sieben Tote nach Zug-Inferno in Bulgarien

Bereits sieben Tote nach Zug-Inferno in Bulgarien

Bayern nach Leipzig-Patzer wieder vorn

Bayern nach Leipzig-Patzer wieder vorn

Riesenjubel in Grün-Weiß

Riesenjubel in Grün-Weiß

Meistgelesene Artikel

Carmen Ludwig moderiert die Sportlerehrung im Februar

Carmen Ludwig moderiert die Sportlerehrung im Februar

Kirschke packt die Grätsche wieder aus

Kirschke packt die Grätsche wieder aus

Hurricanes produzieren zu viele Fehler

Hurricanes produzieren zu viele Fehler

„Bei uns ist nichts zu holen“

„Bei uns ist nichts zu holen“

Kommentare