RSV-Reserve nur 1:1 in Ritterhude / „Charakter gezeigt“ / Lauridsen verletzt sich bei der ersten Aktion

Kein Frust dank Edels Ausgleich kurz vor Schluss

+
Jonas Keusen löste den verletzten Sebastian Lauridsen (hinten liegend) bereits in der dritten Minute ab.

Ritterhude  - Von Matthias Freese. Dariusz Sztorc hatte den Eindruck, als müsste er sein Team in Schutz nehmen. Also fragte der Coach des Rotenburger SV II rein rhetorisch: „Was willst Du hier taktisch aufziehen, wenn der Gegner nur bolzt?“

Den holprigen Platz im Jahnsportstadion der TuSG Ritterhude erwähnte er nicht, bemerkte aber: „Wir haben das Beste herausgeholt. Soll ich jetzt Frust schieben? Wenn wir Pech haben, verliert sogar die bessere Mannschaft.“ Tat sie nicht, doch das 1:1 (0:1), das Andrej Edel erst in der 87. Minute mit seinem Kopfballtreffer ermöglicht hatte, war im Titelrennen der Fußball-Bezirksliga eigentlich zu wenig für den Tabellenzweiten.

Spielerisch war es alles andere als eine Offenbarung, was die Rotenburger boten. Zu selten fanden die Pässe den Mitspieler, zu oft wurde die Partie unterbrochen, unter anderem, weil die Gastgeber eher die rustikalere Spielart pflegten. Auch ein Grund, weshalb Keeper Sebastian Lauridsen bereits nach drei Minuten seinen Platz für Jonas Keusen räumte und humpelnd Richtung Kabine schlich. Beim Klärungsversuch direkt vor dem eigenen Sechzehner hatte Niklas Kutz ihm den Zeh lädiert (1.). Noch vor der Pause schied auch der als Stürmer aufgebotene Tobias Dyck mit einer Oberschenkelzerrung aus (36.).

Zum besonderen RSV-Ärger fiel das schnelle Führungstor der Ritterhuder durch Kutz auch noch nach einer klaren Abseitsposition (10.). „Eine Fehlentscheidung“, kritisierte Sztorc Referee Philip Mahnke (FSV Tostedt). „Aber wir haben Moral und Charakter gezeigt“, betonte Tim Potratz, der für den an Knieproblemen laborierenden und deshalb erst in der 61. Minute eingewechselten Tobias Delventhal die Kapitänsbinde trug. Potratz ging denn auch mit bestem Beispiel voran, bereitete in der Schlussphase per Freistoß Edels Ausgleich vor und gehörte nicht nur deshalb neben Außenverteidiger Christopher Kiel zu den Besten seines Teams.

Kiel merkte zudem an, dass die Wümmestädter eigentlich sogar alle drei Punkte von der Hamme hätten mitbringen müssen: „Wir haben zwei reguläre Tore geschossen“, betonte er und meinte damit den Treffer, den Delventhal nach einem langen Ball von ihm erzielt hatte, Referee Mahnke aber wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht anerkannt hatte (72.). Auf der anderen Seite ließ der Unparteiische im Fall von Tobias Böttcher weiterspielen – der Ritterhuder zirkelte das Spielgerät aber Zentimeter am linken Pfosten vorbei (86.). Wohl auch deshalb wusste Stzorc, warum er mit dem einen Punkt gut leben konnte, obwohl sein Team vor allem im zweiten Abschnitt die bessere Mannschaft war.

Polizei nach Manchester-Anschlag: Abedi hatte Hintermänner

Polizei nach Manchester-Anschlag: Abedi hatte Hintermänner

Laura Siegemund verletzt sich in Nürnberg schwer

Laura Siegemund verletzt sich in Nürnberg schwer

Zirkus Charles Knie in Wagenfeld

Zirkus Charles Knie in Wagenfeld

Pitt, Messi & Co.: Diese Autos fahren die Reichen und Schönen

Pitt, Messi & Co.: Diese Autos fahren die Reichen und Schönen

Meistgelesene Artikel

Verlieren verboten!

Verlieren verboten!

1:0 im Festival der Fehlschüsse

1:0 im Festival der Fehlschüsse

Kunstrasen-Diskussion: DFB-Studie von 2006 aufgetaucht

Kunstrasen-Diskussion: DFB-Studie von 2006 aufgetaucht

Jetzt schaltet sich der DFB-Boss ein

Jetzt schaltet sich der DFB-Boss ein

Kommentare