RSV-Reserve lässt Visselhövede keine Chance / „Bin super zufrieden“

3:0 – Delventhal macht im Derby den Deckel drauf

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Visselhövedes Keeper Michel Brückner ist für seine Ausflüge bekannt – hier verliert er den Ball an den agilen Andrej Edel.

Rotenburg - Von Julian Diekmann. So gelöst haben die Zuschauer Dariusz Sztorc in den vergangenen Wochen und Monaten selten im Ahe-Stadion erlebt. „Ich bin super zufrieden“, erklärte der Trainer des Rotenburger SV II. Verständlich. Immerhin hat seine Mannschaft das Derby der Fußball-Bezirksliga gegen den VfL Visselhövede deutlich mit 3:0 (2:0) gewonnen. Dagegen war „Vissels“ Coach Morad Bounoua restlos bedient. „Die Einstellung hat mir bei meinem Team überhaupt nicht gefallen“, echauffierte er sich.

„Ich habe kein Problem damit, ein Spiel zu verlieren. Mir geht es aber um die Art und Weise, wie wir die Partie verloren haben“, ärgerte sich Bounoua nach der Auswärtsniederlage: „Wir sind eigentlich ganz gut in die Begegnung gekommen, haben dann aber durch individuelle Fehler erst das 0:1 und dann das 0:2 kassiert.“

In der Tat war Visselhövede die fehleranfälligere Mannschaft von beiden. Rotenburg versuchte von der ersten Minute an, Druck auszuüben und dominierte die Anfangsphase. Das Spiel war kaum eine Minute alt, da hätte es auch schon 1:0 für die Gastgeber stehen können. Doch „Vissels“ Schlussmann Michel Brückner parierte den Schuss von Tobias Delventhal. 23 Minuten später war Brückner dann allerdings chancenlos, als sich Rotenburgs Tim Potratz im Strafraum durchtankte und den Ball aus rund zehn Metern unhaltbar in den Maschen des Tores versenkte. In der Tat hatte Bounoua mit seiner Ansicht Recht, dass das Tor nicht hätte fallen dürfen, da Potratz im Sechzehnmeterraum niemals so frei zum Schuss hätte kommen dürfen.

Auch beim 2:0 schalteten die Rotenburger schneller als die Gäste. Nach einem Konter wurde Angreifer Andrej Edel auf der rechten Seite bedient. Er ließ Freund und Feind hinter sich, eilte im Vollsprint auf Brückner zu und schob das Leder eiskalt an „Vissels“ Keeper zum verdienten 2:0 vorbei (45.+1). „Wir haben gerade im ersten Durchgang viele Torchancen liegen gelassen. Von daher hätten wir mit ein wenig mehr Konzentration auch höher führen können“, monierte Sztorc.

Nach Wiederbeginn versuchte Visselhövede, der Partie noch einmal eine Wendung zu geben – vergebens. „Meine Mannschaft war nicht mehr in der Lage dagegenzuhalten. Uns fehlte die Geduld sowie die nötige Aggressivität“, so Bounoua, der in der 78. Minute das 0:3 mitanschauen musste. Nach einem flachen und abgefälschten Potratz-Freistoß aus rund 25 Metern landete der Ball vor den Füßen von Tobias Delventhal, der das Leder aus kurzer Distanz zur endgültigen Entscheidung verwandelte. „Über die 90 Minuten betrachtet haben wir einfach schlecht gespielt“, ärgerte sich der Gäste-Trainer: „Glückwunsch an Rotenburg. Sie haben das Derby verdient gewonnen.“ Ähnlich sah es Sztorc: „Wir hatten das Spiel immer im Griff, waren sowohl taktisch als auch spielerisch die bessere Mannschaft. Ein hochverdienter Sieg“, fand Rotenburgs Coach, der mit seinem Team nach langer Zeit mal wieder einen Nicht-Abstiegsplatz einnimmt.

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