RSV-Reserve dreht Partie gegen „dreckig spielenden“ TSV Wallhöfen – 2:1 / Auf Lauridsen ist Verlass

Potratz’ effektiver Kurzzeiteinsatz

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Patrick Werna (am Ball) musste ganz schön einstecken – hier enteilt er Wallhöfens Tobias Prigge.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Erst als schon mehr als eine Stunde gespielt war, betrat Tim Potratz das Ahe-Stadion in Zivil, die Sporttasche über die Schulter gehängt. Keine 20 Minuten später verabschiedete sich der Mittelfeldspieler des Rotenburger SV II auch schon wieder Richtung Kabine – und zwar als Matchwinner! „Ich muss mich bei ihm entschuldigen, aber die Punkte werden ganz wichtig sein, deshalb war das Risiko es mir auch wert“, meinte Coach Dariusz Sztorc nach dem Kurzzeiteinsatz, der den 2:1 (0:0)-Heimsieg in der Fußball-Bezirksliga gegen den Tabellendritten TSV Wallhöfen brachte.

In der Startelf fehlte Leistungsträger Potratz, weil er sich noch auf einem Lehrgang befand. Als dieser vorbei war, wurde es ein Rennen gegen die Zeit – „mit 200 über die Autobahn“, wie der beste Goalgetter im Team der RSV-Reserve verriet. Aufwärmen? Eine schlappe Minute musste reichen, dann schickte Sztorc ihn für Robert Packmor aufs Feld (73.). Und das, obwohl sein Team unmittelbar zuvor den 0:1-Rückstand, den Tobias Prigge per Abstauber erzielt hatte (51.), durch Patrick Werna ausgeglichen hatte (72.). „Ich wollte aber den Sieg haben“, begründete Sztorc den Kaltstart für Potratz. Der wurde denn auch in der 82. Minute prompt von Marco Tietjen gefoult. „Eine dumme Aktion von ihm und ein klarer Elfmeter. Er hat mich unterm Fuß getroffen“, meinte Potratz, schritt selbst zum Punkt, verwandelte zum 2:1 – und griff sich danach an den rechten Oberschenkel. „Es hat gegnuckt“, schilderte er das Gefühl in der Muskulatur. „Aber trotzdem ist es überragend, dass ich der Mannschaft so helfen konnte.“ Die Partie war für ihn beendet, es kam Altherren-Leihgabe Boris Lange.

Sieben Punkte holte der RSV nun aus den letzten drei Spielen. Den Erfolg gegen Wallhöfen bezeichnete Flügelspieler Marvin Meyer sogar als „schönsten Sieg der Saison“. Und sein Trainer klärte auf: „Das war schon ein emotionales Spiel gegen eine dreckig spielende Mannschaft.“ Viele Fouls und hitzige Diskussionen wie in einer Talkshow bestimmten das Geschehen, weil Referee Niklas Requardt (TSV Neuenkirchen) den Zeitpunkt verpasste, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Auch spielerisch offenbarten beide Teams Mängel, die Rotenburger konnten sich allerdings mehrfach auf ihren Keeper Sebastian Lauridsen verlassen. „Er macht seit Wochen einen super Job“, lobte Sztorc. Drei Mal half zudem das Aluminium. Und der Coach betonte: „Ich freue mich riesig für meine Mannschaft. Dass sie Fußball spielen und kämpfen kann, das weiß ich. Aber es war wichtig zu sehen, dass sie an sich geglaubt hat.“

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