RSV-Reserve arrangiert sich mit 2:2 im Spitzenspiel / Teichreb vergibt vom Punkt

„Wir gewöhnen uns daran“

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Klarer Fall: Strafstoß! Tobias Delventhal (l.) wird von Hambergens Malte Mahnken unfair gestoppt. Den Elfmeter verschießt Jewgenij Teichreb dann allerdings.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Tim Potratz machte sich Vorwürfe, obgleich er sich gar keine hätte machen müssen. „Warum schieße ich den Elfmeter nicht?“, fragte der Mittelfeldakteur des Rotenburger SV II nach dem Abpfiff im Ahe-Stadion.

Mitspieler Jewgenij Teichreb war vom Punkt angetreten – und hatte im Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga gegen den FC Hambergen verschossen. Wie gut für die Gastgeber, dass Tobias Delventhal wenigstens noch der Ausgleich zum 2:2 (1:2)-Endstand gelungen war – es war die Minimalausbeute angesichts der Chancen für die Reserve von der Wümme.

Die Rotenburger bleiben damit weiterhin Tabellenführer. Und Coach Dariusz Sztorc befand schmunzelnd: „Wir sind es ja gar nicht gewohnt, als Spitzenreiter die Mannschaften zu empfangen, aber wir gewöhnen uns langsam daran.“ Und er ergänzte ernsthafter: „Wenn uns einer schlagen will, muss er zeigen, dass er besser ist – Hambergen war es nicht.“

Unterm Strich stimmt das, allerdings zeigten die Gäste der RSV-Reserve in der ersten halben Stunde mit einigen Nadelstichen in die Schnittstelle auch ihre Schwächen auf. Ärgerlich war vor allem Hambergens 1:0-Führung durch Oliver Pleuß, weil sich Christopher Kiel, über dessen Seite der Treffer vorbereitet wurde, kurz zuvor an der Leiste verletzt hatte. Als er zwei Minuten später noch einmal gegen Arne Sense den Zweikampf eingehen musste, war’s geschehen: „Der Sprint hat mir den Rest gegeben“, so Kiel, für den Andrej Edel ins Spiel kam und Aziz Arnavutoglu fortan die linke Abwehrseite übernahm – das übrigens sehr solide.

Edel wiederum gelang nach überragender Vorarbeit von Delventhal der Ausgleich (21.), doch nur fünf Minuten später verlor Lasse Müller bei einem hohen Ball das Luftduell gegen Maik Prigge, der daraufhin ungehindert einschob. Viele Fehlpässe prägten bis zur Pause weiter das Rotenburger Spiel, zudem stellte der Landesliga-Absteiger das Mittelfeld gut zu.

Nach der Pause spielte jedoch nur noch eine Mannschaft – die in den weißen Trikots. Dumm nur, dass sie beste Chancen nicht verwertete. Die dickste war der Strafstoß von Jewgenij Teichreb nach Foul von Malte Mahnken am starken Delventhal (55.). Es passte zum gestrigen Auftritt des linken Außenverteidigers, dass er an Keeper Christoph Marquardt scheiterte. „Wenn ich bis dahin nicht so ein optimales Spiel gemacht habe und dann mit so einer Selbstherrlichkeit zum Elfer gehe, ist das die Konsequenz“, urteilte Trainer Sztorc treffend. Immerhin: In der 76. Minute nutzte Delventhal ein Missverständnis von Marquardt und Tom Wendelken und lupfte den Ball über den Schlussmann hinweg zum 2:2 ins Tor.

Zu mehr reichte es nicht, auch weil Waldemar Ott in der Nachspielzeit aus der Nahdistanz verzog. „Wenn du zehn dicke Chancen und noch den Elfmeter vergibst, muss du aber auch mal mit dem Punkt leben“, resümierte Sztorc.

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