Gegen Lüneburg stehen nur elf Spieler aus dem Oberliga-Kader zur Verfügung

RSV-Notstand – muss Duray jetzt selbst auflaufen?

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Die Fußballschuhe an, das Trikot drunter: RSV-Coach Benjamin Duray könnte selbst auflaufen, wenn es nötig ist. ·

Rotenburg - Was trägt Benjamin Duray eigentlich drunter? Die etwas anzüglich anmutende Frage hat einen konkreten Hintergrund, denn letzten Sonntag, im Spiel beim TB Uphusen (0:1), hatte sich der Fußball-Coach des Rotenburger SV Trikot und Shorts übergestreift – nur der Trainingsanzug verdeckte den Blick darauf. Da die Personalmisere sich seitdem weiter verschlechtert hat, wählt Duray wohl auch für die Heimpartie gegen den Lüneburger SK Hansa (morgen, 14 Uhr) dieses Outfit. Nur elf Spieler aus seinem Oberliga-Kader stehen ihm noch zur Verfügung.

Erst seit wenigen Tagen ist Durays Pass wieder aktiviert worden – seitdem steht er für den RSV auch auf der Spielberechtigungsliste für die Oberliga. „Was soll ich machen bei den ganzen Verletzten?“, fragt der 34-jährige A-Lizenz-Inhaber und stellt sich für den Notfall zur Verfügung. Seit kurzem trainiert er auch mit – soweit es möglich ist. Seine letzte Partie absolvierte Duray übrigens 2006 im Pokal für die Reserve des TuS Heeslingen. „Ich spiele da, wo ich gebraucht werde“, sagt er, wenngleich er tendenziell eher offensiv ausgerichtet ist.

Ob aus dem Trainer wirklich ein Spielertrainer wird, ist allerdings noch unklar. Fakt ist, dass aus seinem 18er Kader gleich sieben Akteure nicht einsatzfähig sind. Neben den verletzten Maximilian Schulwitz, Sercan Durmaz, Sascha Schneider und Jelle Röben fehlt der beruflich verhinderte Tobias Kirschke, während Drilon Demaku nach seiner zehnten Gelben Karte ein Spiel aussetzen muss und Keeper Henner Lohmann für seinen umstrittenen Platzverweis in der Partie gegen Uphusen zwei Mal zuschaut. Die erste Elf stellt sich also von allein auf – auch die zuletzt noch auf der Bank sitzende Offensivkraft Herman Puhmann sowie Co-Trainer Jan Fitschen sind somit gesetzt. „Jan wird voraussichtlich sein Comeback und Saisondebüt geben“, betont auch Duray. Wo der eher defensiv ausgerichtete Bremervörder aufgeboten wird, ob als Sechser oder auf dem linken Flügel, lässt er allerdings noch offen.

Personal für die Bank soll zudem aus der Reserve kommen, die erst einen Tag später in der Bezirksliga ran muss. Als Ersatzkeeper ist Jonas Keusen der „erste Ansprechpartner“, als Feldspieler dürfte auch Andrej Edel, der gegen Uphusen seinen ersten Oberliga-Einsatz hatte, wieder in den Kader rücken. Und sonst? Da Duray in der seit Wochen sicher stehenden Abwehr keine Sorgen hat, werden eher Mittelfeldspieler oder Stürmer gesucht. Routinier Waldemar Ott wäre einer, vielleicht auch Tim Potratz, Tobias Delventhal oder aber Aziz Arnavutoglu. „Wir unterstützen hier gerne. Benjamin bekommt, was er braucht“, meinte Joachim Kroll, Coach der Reserve, gestern vor dem ausstehenden Gespräch. · maf

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