Ein Kommentar zur Krise des Rotenburger SV

Ein Verein steckt in der Zwickmühle

Ein Kommentar - Von Matthias Freese. Grundsätzlich gilt: Der Trainer ist schuld. Wenn es nicht läuft, war er es, der falsch aufgestellt, der falsch trainiert, das Team falsch eingestellt hat. Macht Sinn, ist ja auch die einfachste Lösung. Insofern führt spätestens im Falle einer Niederlage gegen den FC Verden 04 kein Weg an einer Trennung zwischen Matthias Rose und dem um den Fußball-Landesliga-Verbleib bangenden Rotenburger SV vorbei.

Unser Autor Matthias Freese.

Doch ist es wirklich so einfach? Nein. Natürlich ist die aktuelle Mannschaft mit dem Vorjahreskader nahezu identisch, sie wurde sogar noch offensiv verstärkt – umso verwunderlicher ist der Abstiegsrang. Was aber jetzt, in Zeiten des Misserfolgs, auffällt: Im Team fehlt es an der Hierachie, an Leader-Figuren, so wie es der jetzt für den TSV Ottersberg abräumende Christoph Drewes war. Es gibt keinen im Team, der lautstark Kommandos gibt und mal richtig dazwischen haut. Das Elf-Freunde-Prinzip wird vielleicht zu sehr gelebt. Dabei setzt Reibung mitunter auch Energien frei.

Natürlich ist der Trainer nicht frei von Fehlern. Die Verbannung von Jannis Oberbörsch und Timo Kanigowski war nicht seine beste Idee. Zudem hat er Druck aufgebaut, in dem er vier Siege aus den Spielen gegen Stinstedt, Ottersberg, Verden und Eintracht Lüneburg eingefordert hatte.

Doch Rose, der als ehemaliger Erstliga-Spieler vielleicht zu viel fordert, steht nicht auf dem Platz – er hat „nur“ die Niederlagen zu verantworten. Dass der Vorstand noch nicht auf die Talfahrt reagiert hat, ist deshalb richtig. Er steckt aber in der Zwickmühle. Stellt sich der Erfolg nicht schnell ein, ist eine Veränderung auf der Kommandobrücke die einzige Chance, das Ruder doch noch rumzureißen. Es geht schließlich nicht nur um die Erste. Und außerdem gilt ja: Der Trainer ist immer schuld.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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