RSV-Coach Jan Fitschen über die Hinserie

„Das ist auf jeden Fall eine Mammutaufgabe“

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Coach Jan Fitschen hatte an der Seitenlinie bislang immer viel zu tun. Kein Wunder: Schließlich musste er fast jedes Wochenende seine Startformation wieder umändern.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Die Ausbeute ist überschaubar: Die Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV haben aus 18 Spielen magere elf Punkte auf ihrem Konto verbucht, der Abstand zum rettenden Ufer beträgt für den Tabellenvorletzten bereits zehn Zähler.

Für Coach Jan Fitschen ist es aber kein Grund, um zu resignieren. Im Gegenteil: Der frischgebackene C-Lizenz-Inhaber zeigt sich im Interview selbstbewusst und spricht offen über die abgelaufene Hinserie sowie seine Nachwuchskräfte.

Herr Fitschen, das letzte Spiel des Jahres ist absolviert, die Winterpause hat begonnen. Wie fällt Ihr Fazit nach 18 Partien aus?

Jan Fitschen: Zwiespältig. Natürlich entspricht der Tabellenstand nicht dem, was wir uns vorgestellt haben. Als Trainer bewerte ich aber unsere Spiele und nicht die Punkteausbeute.

Trotz starker Leistungen stand Ihre Mannschaft in den meisten Fällen mit leeren Händen da. Wie ernüchternd ist es auf Dauer?

Fitschen: Natürlich ist es deprimierend. Es bringt ja aber nichts zu jammern. Die Jungs sehen, dass sie Fußball spielen können. Aus den guten Auftritten haben wir viel Kraft geschöpft. Wir haben nie aufgesteckt, auch die Stimmung ist super.

Beim Thema Verletzungspech dürfte Ihre Gemütslage aber nicht so gut sein, oder?

Fitschen: Das stimmt wohl. Ich habe zuletzt Woche für Woche damit gekämpft, überhaupt elf gesunde Spieler auf dem Platz zu haben. So eine Verletzungsmisere habe ich noch nie erlebt. Es ist doch ganz klar, dass die ganzen Ausfälle auf Dauer nicht mehr kompensierbar sind. Wir sprechen schließlich nicht von zwei oder drei, sondern von bis zu zwölf Akteuren, die mir permanent fehlen.

Haben Sie denn dafür eine Erklärung?

Fitschen: Wenn es nur muskuläre Verletzungen wären, hätte ich mir schon meine Gedanken gemacht. Wir haben aber alle Arten dabei, vom Kreuzbandriss, über Rippenbruch bis zum Muskelfaserriss.

Dafür mussten Sie die Nachwuchskräfte ins kalte Wasser werfen. Wie zufrieden sind Sie mit deren Leistung?

Fitschen: Die jungen Spieler haben eine tolle Entwicklung gemacht. Sie haben oft gezeigt, dass sie schon konkurrenzfähig sind. Vor einem Jahr wusste der Großteil nicht mal, was Oberliga bedeutet. Es ist daher aber auch ganz normal, dass sie noch nicht die Abgeklärtheit und Cleverness haben.

Sind denn in der Winterpause Verpflichtungen geplant?

Fitschen: Zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Wir haben mit Bekim Murati und Ture Ott noch zwei Spieler während der Saison dazu geholt. Ohne Geld können wir keine weiteren Spieler verpflichten. Der Verein hat wirklich viel für uns getan. Es war uns vorher klar, dass wir nicht auf Rosen gebettet sein werden. Außerdem haben wir einen großen Kader, der bis zum Trainingsauftakt hoffentlich wieder komplett ist.

Also verlässt in der Winterpause niemand den Verein?

Fitschen: Nein. Die Mannschaft harmoniert super zusammen. Obwohl wir unten stehen, ist keine Tristesse zu erkennen.

Hand aufs Herz: Trauen Sie Ihrer Mannschaft zu, zehn Punkte aufzuholen?

Fitschen: Das ist auf jeden Fall eine Mammutaufgabe. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass unsere Leistungsträger wieder gesund sind und wir damit wieder unser Grundgerüst zur Verfügung haben. Im Fußball ist alles möglich. Wir haben doch auch schon in der vergangenen Saison in der Rückrunde gezeigt, dass es durchaus machbar ist, viele Punkte aufzuholen.

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