Zwei Stürmer in der Verteidigung

RSV verliert gegen den Brinkumer SV

Der Brinkumer SV versuchte es immer wieder mit langen Pässen hinter die RSV-Abwehr. Doch die konnte den Ball wie hier Kapitän Stefan Denker (l.) meist noch vor dem Stürmer des Bremenligisten retten.
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Der Brinkumer SV versuchte es immer wieder mit langen Pässen hinter die RSV-Abwehr. Doch die konnte den Ball wie hier Kapitän Stefan Denker (l.) meist noch vor dem Stürmer des Bremenligisten retten.

In einem insgesamt sehr ausgeglichenem Spiel zwischen dem RSV und dem Brinkumer SV stand es am Ende 1:3. Doch ursprünglich sollte der Gegner ein anderer sein.

Elsdorf – Eigentlich hätten die Fußballer des Rotenburger SV gestern Abend auf dem Elsdorfer Sportplatz Oberligist Buchholz empfangen. Doch nach einer kurzfristigen Absage einen Tag zuvor wurde im Brinkumer SV Ersatz gefunden. „Die Brinkumer sind ein sehr ambitioniertes Team“, weiß Tim Ebersbach, der Coach der Wümmestädter. Mit zunehmender Spielzeit konnten die Gäste dies vereinzelt auch zeigen und gewannen mit 3:1.

Mit bloß 14 Mann im Kader war der RSV nach Elsdorf gereist. Das lag vor allem daran, „dass wir sämtliche Spieler mit kleinen Blessuren oder Verletzungen zu Hause gelassen haben“, sagte Ebersbach vor dem Spiel. Ebenso fehlten noch zwei weitere aufgrund einer Impfung. „Die liegen flach“, so der 40-Jährige. Die Aufstellung machte sich also fast von selbst. Im Tor fing die etatmäßige Nummer zwei Tom Knaak an und erhielt damit den Vorzug vor Stammkraft Jeroen Gies, der auf der Bank Platz nahm.

Kurioser wurde es da schon in der Verteidigung. Weil Abwehrspieler Jannik Niepel erst verspätet am Platz ankam, saß auch er zunächst draußen. „Somit hatten wir nicht einen gelernten Verteidiger hinten drin und haben dort mit zwei Stürmern und einem Mittelfeldspieler gespielt“, musste der Coach etwas improvisieren.

Aufgefallen ist dies aber zunächst nicht. Nach der Anfangsphase, in der beide Teams erst einmal in die Partie kommen mussten und zu keiner Torchance kamen, wurde die neu formierte Abwehrreihe ein erstes Mal getestet. Per Fernschuss aus rund 20 Metern kam Brinkum zur ersten Chance. Keeper Knaak parierte den Ball ins Aus. Die darauffolgenden Ecken klärten die Rotenburger sicher.

Etwas unsortierter ging es in der 25 Minute zu. Dies nutzte der Bremenligist aus und verwandelte aus kurzer Distanz zum 1:0. Unmittelbar zuvor war der RSV zu seiner ersten wirklichen Großchance gekommen. Marcel Marquardt gewann den Ball am Mittelpunkt und schickte mit einem Steilpass seinen Kapitän, der auf Sechzehnerhöhe noch einmal von rechts nach links auf Peter Bolm querlegte. Doch sein Abschluss war zu unplatziert und damit leichte Beute für Brinkums Torwart Pascal Wiewrodt.

Spärlich besetzt: Auf der Bank des RSV saßen bloß drei Ersatzspieler.

Der musste allerdings nur zwei Minuten später den Ball dann doch aus seinem Netz holen. Nach einem langen Pass aus der eigenen Hälfte des RSV lief Jan Friesen rund 30 Meter alleine aufs Tor zu und umkurvte den herauslaufenden Wiewrodt. Kurz vor der Auslinie kam der Rotenburger dann aus spitzem Winkel zum Abschluss und verwandelte ins leer stehende Gehäuse.

Der Ausgleichstreffer brachte die Brinkumer, die ab der zehnten Minuten das Spiel bis zum Pausenpfiff überwiegend dominierten, nicht aus dem Konzept. Mit immer wieder langen und hohen Pässen hinter die Abwehrkette des RSV versuchten die Brinkumer ihre schnellen Stürmer zu schicken. Oftmals waren die Rotenburger den entscheidenden Schritt schneller und konnten klären – bis auf das eine Mal, als Brinkums Neuzugang Omar Kujabi über den rechten Flügel den Ball in den Strafraum dribbelte und flach in die rechte untere Torecke einschob (38.).

Nach dem Seitenwechsel kam der Bremenligist durch Dynar Kücük noch zum 1:3-Endstadt aus Sicht des RSV. Ansonsten verlief der Rest der Partie sehr ausgeglichen, sodass „es am Ende auch 4:4 hätte ausgehen können. Brinkum war abgezockter, wir haben es vorne im letzten Drittel nicht immer gut zu Ende gespielt. Beide Mannschaften hatten aber ihre Chanchen“, zieht Ebersbach ein positives Fazit des Testspiels, in dem das Ergebnis für ihn „eher zweitrangig war“.

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