Startnummer 10

Wöhl macht sich auf Anhieb international einen Namen

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Volle Konzentration: Rotenburgs Judoka Andreas Wöhl räumte in der vergangenen Saison auch international ab.

Rotenburg - Dass es in seinem ersten Wettkampfjahr nach 20-jähriger Pause so erfolgreich laufen würde, damit hatte Judoka Andreas Wöhl im vergangenen Jahr selbst nicht gerechnet. Der Kämpfer des TuS Rotenburg sicherte sich sowohl bei den Deutschen Titelkämpfen als auch bei den Europameisterschaften jeweils Bronze. Hinzu kommt noch ein siebter Rang bei den World Judo Veterans Championships.

„Insgesamt gesehen war das Jahr schon sehr erfolgreich für mich. Wobei ich auch gerne bei der WM den Sprung aufs Siegerpodest geschafft hätte“, verrät der ehrgeizige Rotenburger.

Wöhl, der in der Altersklasse M7 (59 bis 64 Jahre) und der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm startet, hatte sich vor vier Jahren gedacht, „dass es gar nicht so falsch ist, sich im Alter fit zu halten“. Daher ist er auf die Idee gekommen, wieder auf die Matte zu steigen. 2014 wagte er dann die ersten Wettkampfstarts – mit Erfolg. „Meine körperlichen Voraussetzungen sind zum Glück noch ganz gut. Judo ist wie Fahrradfahren, das verlernt man nicht. Meine ganzen Grundlagen sind also noch vorhanden“, sagt der 60-Jährige schmunzelnd.

Doch Wöhl ging nicht nur alleine an den Start, sondern unterstützte zudem auch noch die Herren-Mannschaft des TuS Rotenburg in der Bezirksliga. Dort erreichte er mit seinen Teamkollegen am Ende den Vizemeistertitel. „Ich musste dort allerdings oftmals in einer schwereren Gewichtsklasse antreten, da wir diese sonst nicht besetzt bekamen. Zudem waren meine Gegner meistens natürlich deutlich jünger als ich“, so Wöhl. Davon ließ er sich aber nicht verunsichern und entschied dennoch einige Kämpfe für sich.

Derzeit bereitet sich der EM-Dritte auf die kommenden Titelkämpfe vor. Im April steht bereits die DM in Bad Belzig auf dem Programm. Im Mai folgt dann die EM in Budapest und im September die WM in Amsterdam. „An meine guten Leistungen will ich natürlich anknüpfen. Bei den Deutschen Meisterschaften sollte der erste Platz drin sein“, blickt er optimistisch voraus. Und „nebenbei“ steht er auch wieder in der Bezirksliga bei den Herren auf der Matte.

ml

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