Rotenburgs Handball-Trainer Nils Muche zieht eine Hinrunden-Bilanz

„Wenn ich bleiben soll, dann bleibe ich gerne“

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Nils Muche, Handball-Trainer des TuS Rotenburg, kann sich eine Vertragsverlängerung gut vorstellen.

Rotenburg - Von Jürgen Honebein. Seit einem halben Jahr ist der Schneverdinger Nils Muche nun schon Trainer beim Handball-Verbandsligisten TuS Rotenburg. Unser Mitarbeiter Jürgen Honebein bat ihn zum Gespräch, um eine Hinrunden-Bilanz zu ziehen. Er sprach mit dem 45-Jährigen auch über die Zukunft der Mannschaft sowie über seine eigene.

Fühlen Sie sich handballtechnisch schon ganz als Rotenburger oder ist die Umstellung noch nicht hundertprozentig vollzogen?

Nils Muche: Eigentlich war die Umstellung sehr leicht. Das Team hat mich sofort akzeptiert und die Club-Verantwortlichen haben mir die bestmögliche Unterstützung gegeben.

Ihre Mannschaft spielt als Verbandsliga-Aufsteiger mit Rang vier bislang eine sensationelle Saison. Worauf führen Sie das zurück?

Muche: Eigentlich ist die Frage einfach zu beantworten. Die Jungs sind ein echtes Team, in dem jeder für den anderen kämpft und einsteht. Jeder Spieler weiß um seine Rolle in der Mannschaft, und das ist wichtig, egal ob derjenige mehr Spielanteile hat oder weniger.

Als Trainer haben Sie sicher auch die eine oder andere Schwäche bei ihrer Mannschaft entdeckt. Was muss noch verbessert werden?

Muche: Ich denke, dass die Durchschlagskraft im Angriff noch zu verbessern ist. Auch das Spiel mit dem Kreisläufer ist noch nicht optimal. Es geht halt alles nicht von jetzt auf gleich. Dafür müssten wir öfter mit allen Spielern trainieren, was berufsbedingt mitunter schwierig ist.

Sie trainieren drei Mal wöchentlich. Wie sind Sie mit der Beteiligung zufrieden?

Muche: Die Beteiligung könnte natürlich besser sein. Das sollte jetzt aber besser werden, da Luka Bruns, Daniel Jäger und Patrick Zahn wieder dabei beziehungsweise wieder fit sind. Vielleicht schaffen wir es ja auch, dass die sehr talentierten A-Jugendlichen regelmäßig zum Training kommen.

Der Kader ist sicher groß genug, wenn es keine ernsthaften Verletzungen gibt. Aber um höhere Ziele anzupeilen, müssen wohl noch zwei bis drei Verstärkungen her, oder?

Muche: Ja, dem ist beizupflichten.

Gibt es Spieler, von denen Sie in der bisherigen Saison besonders positiv überrascht waren?

Muche: Eigentlich machen alle einen guten Job. Zu nennen sind dann aber doch die Jungs aus dem zweiten Glied, die im Ernstfall volle Pulle eingeschlagen sind. Hier sind besonders Malte Freesen, Johann Knodel und das Keeper-Team zu nennen.

Das neue Jahr beginnt für den TuS Rotenburg am 16. Januar mit drei Heimspielen in Folge gegen starke Gegner wie Marienhafe, Haren und Oldenburg. Wie lautet die Zielsetzung?

Muche: Wir wollen zu Hause unsere Spiele gewinnen, wie eigentlich immer.

Ist der Klassenerhalt und damit das Saisonziel jetzt schon in trockenen Tüchern?

Muche: Aus meiner Erfahrung heraus kann immer etwas passieren, mit 15 Punkten stehen wir aber recht gut da. Wichtig ist – und das haben die Jungs hoffentlich begriffen –, immer alles zu geben und keine Mannschaft auf die leichte Schulter zu nehmen. Dafür ist die Liga einfach zu ausgeglichen.

Haben Sie schon mit Abteilungsleiter Friedrich Behrens über eine Vertragsverlängerung gesprochen?

Muche: Ja, das habe ich, das läuft.

Wollen Sie denn überhaupt eine weitere Saison beim TuS Rotenburg bleiben? Es ist für Sie ja auch ein Aufwand jedes Mal von Schneverdingen herzukommen.

Muche: Ich denke, die Fahrt nach Rotenburg ist gut zu schaffen und wenn ich bleiben soll, bleibe ich natürlich gerne.

Auf welchem Tabellenplatz wird der TuS Rotenburg am Ende der Saison stehen?

Muche: Für ganz oben wird es sicherlich schwer. Möglich ist aber natürlich alles. Realistisch betrachtet sollten wir die bisherigen Leistungen bestätigen. Für uns zählt, möglichst viele Spiele zu gewinnen und dann schauen wir, was am Ende dabei herauskommt.

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