Rotenburgs Goalgetter behauptet sich im Rückraum / „Einfach abgezogen“

Lob von allen Seiten – Misere das Maß aller Dinge

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Hochgestiegen: Rotenburgs Goalgetter Lukas Misere (am Ball) holte sich hinterher sogar von Flensborgs Coach Matthias Hahn ein Lob ab.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Als er gestern Morgen die Zeitung aufschlug, kam er aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. „Von so einer Person wie Matthias Hahn gelobt zu werden, ehrt mich sehr. Natürlich bin ich auf seine Worte stolz“, erzählt Lukas Misere. Der Youngster des Handball-Landesligisten TuS Rotenburg hatte es in der Qualifikationsrunde zum DHB-Amateurpokal durch seine bärenstarke Leistung (acht Tore) geschafft, dass ihm sogar der Ex-Nationalspieler und Coach des Oberligisten DHK Flensborg zu seinem guten Spiel gratulierte. Die einkalkulierte Niederlage (24:40) war für den 19-Jährigen somit schnell zur Nebensache geworden.

Nach der Begegnung ließ es sich Hahn auch nicht nehmen, persönlich mit Misere über die Partie zu plaudern. „Er hat mich beglückwünscht und mein Spiel gelobt. Das war schon toll. Aber auch die Flensburger Spieler waren alle total nett und haben mir gratuliert“, freut sich der Goalgetter.

Auf dem Feld hatte der Rotenburger nicht wirklich wahrgenommen, dass er eine seiner besten Partien ablieferte. „Erst, als ich zwischendurch auf der Bank saß und mich unser Coach Steffen Aevermann so gelobt hat, habe ich es realisiert“, verrät Misere, der besonders auf seiner neuen Position als linker Rückraumspieler für Aufmerksamkeit sorgte. Gleich drei Mal hatte er erfolgreich Flensborgs Mittelblock überwunden. „In dem Moment habe ich nicht darüber nachgedacht, sondern einfach abgezogen. Als die Dinger drin waren, habe ich immer mehr Selbstvertrauen bekommen und mir weitere Würfe genommen“, erinnert sich Misere.

Dass der angehende Groß- und Außenhandelskaufmann erst seit dieser Saison fest zu den Herren gehört, ist nicht zu sehen. Seine noch körperliche Unterlegenheit weiß er mit seiner Technik und Schnelligkeit wettzumachen. „Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich bei den Herren nur als Außenspieler eine Chance habe, da ich neu dabei bin. Steffen Aevermann setzt mich aber immer mehr auch im Rückraum ein. Bislang hat es dort ja auch gut geklappt“, so Misere. Wie gut, untermauern auch seine elf Tore, die er tags zuvor im Liga-Spiel gegen den VfL Horneburg (36:26) beigesteuert hatte. „Lukas entwickelt sich immer weiter. Er hat seine Aufgabe sehr gut gemacht. Dass er gegen Flensborg so mutig beim Werfen war, freut mich zu sehen“, lobt sein Coach.

Trotz seines sehr guten Auftritts bleibt Misere aber auf dem Teppich. Und wenn er doch mal zu einem Höhenflug außerhalb des Feldes ansetzen sollte, hat sein Vater und einstiger Jugend-Trainer Thorsten Misere ein wachsames Auge auf ihn. „Mein Papa sagt mir immer direkt seine Meinung. Seine Tipps nehme ich gerne an und versuche, diese umzusetzen.“ Dieses Mal hatte aber auch er nur lobende Worte parat.

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