Rotenburgs Ersatzspieler sieht beim Rückrundenauftakt gegen Ippensen Rot / „Klären wir intern“

Toths Entgleisung trübt das 2:1

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Abgehoben: Rotenburgs Tim Potratz wird hier von Ippensens Keeper Lars Kamphausen vom Ball getrennt. Der Schlussmann war am Ende aber machtlos und musste mit seinem Team beim RSV II eine 1:2-Niederlage einstecken.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Eigentlich lief für den Rotenburger SV II alles nach Plan. Zum Rückrundenauftakt der Fußball-Bezirksliga führte der Gastgeber kurz vor Schluss gegen den Kreisrivalen SV Ippensen mit 2:0 und hatte den Gegner voll im Griff. Dann brannten aber bei Auswechselspieler Ferenc Toth die Sicherungen durch. Er beleidigte die gegnerische Bank so massiv, dass ihm der Unparteiische Nils Hammann (TuS Unterlüß) Rot zeigte (84.). Davon schienen sich die Wümmestädter aus dem Konzept bringen zu lassen, sodass die abstiegsbedrohten Ippenser noch zum 1:2 (0:1) kamen.

„So etwas will ich auf dem Platz nicht sehen. Es kann nicht sein, dass er sich nicht im Griff hat. Solche Beleidigungen gehören sich nicht. Das werden wir intern klären“, erklärte RSV-Coach Dariusz Sztorc. Dabei hatte es für den Ausraster auch gar keinen Grund gegeben, schließlich hatte der Unparteiische das grobe Foul an Tim Potratz mit Rot gegen Ippensens Tim-Lukas Meyer geahndet. „Daher ist es für mich auch noch unverständlicher“, fügte der Trainer an.

Vor dem Tumult hatten die Gastgeber jederzeit den Ton angegeben und Ippensen nicht zur Entfaltung kommen lassen. Zwar benötigte der RSV II knapp 30 Minuten, um richtig in die Partie zu kommen, danach erspielte sich das Team aber reihenweise Chancen, die Tobias Delventhal und Andrej Edel liegenließen. Besser machte es Waldemar Ott, der seinen Freistoß von der rechten Seite in den Winkel zirkelte – 1:0 (40.).

Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild: Ippensen kam kaum aus der eigenen Hälfte heraus, während sich die Rotenburger wieder ein optisches Übergewicht erspielten. Es dauerte aber bis zur 73. Minute, ehe Edel nach einer schönen Einzelaktion auf 2:0 erhöhte. „Das Tor hat er super gemacht“, lobte Sztorc. Als die Ippenser nur noch zu zehnt auf dem Feld standen, schnappte sich Angreifer Sebastian Klindworth die Kugel, ließ Rotenburgs Abwehrmann Dominik Reuter stehen und schob zum 1:2 ein (90.). „Da waren wir gedanklich wahrscheinlich noch bei der Roten Karte. Wir haben überhaupt nicht aufgepasst“, ärgerte sich Sztorc, der ansonsten mit dem ersten Auftritt des Jahres zufrieden war: „Wichtig ist, dass wir mit drei Punkten gestartet sind. Es ist doch klar, dass nicht auf Anhieb alles wieder sofort läuft. Insgesamt bin ich mit der Leistung aber einverstanden.“

Alles andere als erfreut war dagegen Ippensens Coach Tomas Meyer, der schon kurz vor Schluss in Richtung Kabine trottete und seinem Fußballobmann Carsten Kücks das Wort überließ: „Wir hatten im Aufbau viel zu viele Fehlpässe. Rotenburg hat einfach die bessere Spielanlage und verdient gewonnen. Nicht umsonst stehen die oben und wir unten.“

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